Im Test: 361° Santiago

Diesmal darf ich meinen Lesern meinen ersten Testbericht über einen Laufschuh präsentieren 🙂

Im November 2016 ergab sich die Gelegenheit einen Schuh der Firma 361° zu testen. Nachdem ich mich über die Produktpalette des kürzlich in Europa Fuß fassenden Sportartikelherstellers informiert habe entschied ich mich natürlich für den Trail-Laufschuh.

Vorab eine kleine Info über das Unternehmen, da es in Europa doch neu auf dem Markt ist. Folgendes liest man auf der Homepage:

Schnelle Schritte, rasantes Wachstum und große Visionen für die Zukunft. Die chinesische 361 Degrees Group erobert Europa mit klarem Fokus und erklärtem Ziel: Footwear für Läufer zu entwickeln, die nicht nur mit anderen großen Sportschuhriesen mithalten kann, sondern zur innovativen Alternative avanciert. Im Jahr 2003 in China gegründet, wird 361° innerhalb kurzer Zeit zur zweitgrößten Sportmarke des Landes. 2013 feiert das Label auch international große Erfolge mit  seiner speziell für den globalen Handel entworfenen Kollektion aus Lauf- und Trainingsschuhen für den ambitionierten Runner, urban oder offroad, genauso wie für Indoor-Trainings und Freizeit. Auch hochwertige Funktionskleidung in breiter Auswahl gehört zum Portfolio.

Das Geheimnis der Schuhe ist die perfekte Mischung aus Stabilität und Dämpfung, die bei jedem Lauf das Beste aus seinem Träger herausholt.  Dafür sorgt das speziell entwickelte Material QU!KFOAM aus EVA und Gummi mit einer Schicht aus Polyurethan. Für ein langanhaltend gutes Polster und das eine Grad mehr an Effektivität.

In den USA und Brasilien hat sich 361° schon etabliert. Jetzt ist es Zeit, den europäischen Markt zu bereichern und sich an der Spitze der weltweit größten Sportmarken zu behaupten.

361° war offizieller Supporter der Olympischen und Paralympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro, Brasilien.

Weiters aus einer Pressemitteilung auf soq.de:

Mit dem neuen Headquarter in Amsterdam gibt 361°, die globale Marke für Sportkleidung, -schuhe und -equipment, zum 1. September 2016 den Startschuss für die Expansion auf dem hiesigen Markt.

Die eigene Niederlassung in Europa ist ein klares Zeichen für das Vertrauen des Mutterkonzerns darin, auf dem europäischen Markt nachhaltig Fuß fassen zu können. Die Gründung der europäischen Niederlassung ist Teil der langfristigen Strategie, ein starkes, internationales Business im Footwear- und Apparel-Bereich aufzubauen. In den USA, Brasilien und Taiwan ist 361° bereits erfolgreich mit eigenen Niederlassungen vertreten.

Nun zu meiner persönlichen Erfahrung:

SANTIAGO  🙂 Was für ein klingender Name! Ich bekam das Modell Santiago für Frauen zugesandt und ab Ende November ging es los. Ich merkte schon ab dem ersten Lauf, dass mir der Schuh gut passt. Kein Zwicken, guter Halt, sehr guter Bodenkontakt, gute Stabilität.

In der Zwischenzeit, also nach knapp 2 Monaten bin ich circa 100 km mit diesen Schuhen gelaufen, ehrlich gesagt: Er passt mir gut 🙂 Hauptsächlich bin ich auf gemischten Untergründen unterwegs. Er trägt sich sehr gut auf der Straße, auch wenn er als Trailschuh ausgeschrieben ist. Im Wald und über Wiesen spüre ich ihn kaum auf den Füßen. Die Sohle hat einen guten Grip, auch wenn der Boden nass ist. Im Schnee bin ich nur ein kurzes Stück gelaufen, aber auch da kann ich keine negativen Eigenschaften finden. Mein längster Lauf mit dem Santiago waren 15 km über Straße, Wald und Wiese und ich spürte keine Druckstellen oder Reibungen.

Ich würde den 361 Santiago tatsächlich als sehr guten Wald- und Wiesenlaufschuh bezeichnen. Er hat wenig Sprengung, steht für ein sehr gutes Laufgefühl und ist für den Ausdauersport wirklich zum empfehlen.

Als Trailschuh im alpinen Gelände werde ich ihn wahrscheinlich nicht ausprobieren, da das Obermaterial zwar für einen Straßenschuh perfekt ist, allerdings für alpines Gelände meiner Meinung nach nicht geeignet ist. Er hat keine Verstärkungen an den Seiten, und ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass ich diese Verstärkungen im alpinen Gelände unbedingt brauche. Wenn man zwischen den Felsen herumklettern scheuert das atmungsaktive Air-Mesh dann zu leicht durch und die Zehen sind auch nicht wirklich gut geschützt wenn man mal an Felsen anstoßt, was ja doch öfters vorkommt.

Warum sich der Santiago so bequem läuft? Ich führe das auf die Qu!ickfoam Zwischensohle zurück:

-EINZIGARTIGER MIX AUS EVA UND GUMMI FÜR OPTIMALE DÄMPFUNG UND HERVORRAGENDES BODENFEEDBACK
-UMMANTELUNG AUS POLYURETHAN SCHÜTZT UND IST WASSERUNDURCHLÄSSIG
HOHE ENERGIE-RÜCKFÜHRUNG UND DAUERHAFTE DÄMPFUNG

-STOSSDÄMPFUNG, FLEXIBILITÄT, DÄMPFUNG UND TRAGEKOMFORT DANK VERBESSERTER SOHLENKONSTRUKTION

Mein Fazit:

Ein sehr angenehmer, leichter und bequemer Laufschuh auf Straßen und im einfachen Gelände. Für jeden Läufer geeignet, der gerne auf abwechslungsreichem Gelände läuft und keine spezielle Sprengung oder Stütze braucht. Auch nach 100 km ist die Sohle noch nicht wirklich abgenutzt. Also gehe ich davon aus das ich noch viele km mit diesem Schuh laufen werde! Einziger Minuspunkt, für alpines und anspruchsvolles Gelände bietet das Obermaterial zu wenig Schutz und die Sohle zu wenig Grip.

Hier geht’s zur Homepage von 361° Europe! Erhältlich sind die Produkte (Lauf- und Fitnessschuhe, Bekleidung) über den online-Shop ab Ende Jänner oder in einigen ausgewählten Geschäften, preislich sind die Schuhe mit 150,- meiner Meinung nach auch leistbar.

Gibt’s noch Fragen?

 

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Eure Trailbirdie

 

Bilder: Trailbirdie und 361Europe

Neujahrswanderung am Wörthersee 2017

Schön, wenn man den ersten Haken an einer To-Do-Liste setzten kann. Neujahrswanderung 2017 abgeschlossen 🙂

Es war der 06.01. 2017 gegen 23.30 Uhr, als ich am Versammlungspunkt im Casino Velden eintraf. Überwältigend wie viele Personen sich dort schon für die Wanderung zusammen fanden (später erfuhr ich, dass es ungefähr 120 Teilnehmer waren). Immerhin waren für die Nacht bis zu -18 °C angesagt, es sollte eine sternenklare Nacht und ein strahlend schöner Wintertag werden. Besonders gefreut habe ich mich zwei Kolleginnen, Andrea und Stephanie, von unserem Laufverein Club 261 zu treffen! Natürlich waren viele bekannte Gesichter aus der Kärntner Trailszene zu sehen 🙂

Nach einer ausführlichen Vorbesprechung durch Organisator Mario Schönherr wurden wir Punkt Mitternacht auf die Strecke gelassen. Wir beschlossen uns beim Guide für die 15 Stunden anzuschließen, da beim 14 Stunden Guide sich doch die meisten anschlossen und wir es ein bisschen ruhiger angehen wollten. Im Endeffekt eine sehr gute Entscheidung.

Bei sternenklarem Himmel gingen wir guten Schrittes entlang des Wörthersee-Rundwanderweges entgegen dem Uhrzeigersinn Richtung Klagenfurt. Am Pyramidenkogel waren wir nach ca. 3 Stunden am höchsten Punkt und der ersten Labestation angelangt. Es war sehr zuvorkommend, dass das Foyer des Aussichtsturms offen war, ebenso wie die Toiletten. Bei den frostigen Temperaturen war es sehr angenehm sich etwas aufzuwärmen. Dazu hatten die Organisatoren Tee, Suppe, Kuchen und Obst vorbereitet sowie ein Glücksrad 🙂 mit tollen Gewinnen.

Nach einer halben Stunde Rast ging es weiter Richtung Klagenfurt, durch Reifnitz, vorbei an den Spintikteichen über die Maiernigg Alm. Über Klagenfurt begann es hell zu werden und nach gesamt ca. 7 Stunden kamen wir bei der zweiten Labestation bei der Villa Lido an. Dort hielten wir uns trotz Kaffee, Tee und einer perfekten Eierspeis nur kurz auf, denn die Kälte war kaum auszuhalten. Beim Startpaket waren vorsorglich Handwärmer drinnen, die wurden ausgepackt und sofort in die Handschuhe gesteckt. Nach kurzer Rast und mittlerweile bei Tageslicht marschierten wir weiter, wieder in den Wald, da waren die Temperaturen etwas angenehmer als am See. Wir erfuhren erst später, daß es in Klagenfurt -16 °C hatte!

Am Weg zum Gut Drasing konnten wir die ersten wärmenden Sonnenstrahlen genießen, auch wenn nicht daran zu denken war Handschuhe auszuziehen oder die Kapuze weg zu geben. Am Pirkerkogel genossen wir die herrliche Aussicht über den Wörthersee bei einer kurzen Rast. Tee und Mannerschnitten gaben uns wieder etwas Energie 🙂 So ging es recht flotten Schrittes weiter nach Pörtschach. Es trieb uns wohl auch der Gedanke an ein heißes Getränk bei der Bäckerei Wienerroither an. Nachdem wir dann schon ca. 11 Stunden unterwegs waren, bot uns die Bäckerei ein warmes Plätzchen, Toiletten und ein kleines Frühstück – das war die perfekte Raststation um sich auf die letzte Etappe nach Velden zu machen.

Es war für mich das erste Mal die Etappe zwischen Pörtschach und Velden bei Tageslicht zu gehen und das genoss ich sehr. Es ist wirklich ein sehr schöner Abschnitt. Vor allem die Natur rund um den Forstsee und die Römerschlucht sind schon einzigartig. Es war auch ganz gut dort bei Tag zu gehen, denn einige Stellen waren ziemlich eisig. Nach so vielen Stunden auf den Beinen war es natürlich schon etwas beschwerlich und der Gedanke an das Ziel ließ uns noch einmal einen Endspurt einlegen, so dass wir die 15 geplanten Stunden auch einhalten konnten.

In Velden angekommen war die Erleichterung natürlich groß, ein unheimliches Glücksgefühl stellte sich ein 🙂 Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit den Mädels gemeinsam so ein Abenteuer zu bestehen und ein großes Danke an unseren Guide Josef, der uns gut und sicher ans Ziel gebracht hat!

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Rast am Pirkerkogel mit Blick zum Pyramidenkogel – Bald geschafft!

 

Mein Fazit: Ein sehr schöne, aber anspruchsvolle Wanderung. Sehr gut organisiert. Die Hälfte in der Nacht zu wandern hat schon ein bisschen was Magisches an sich 🙂 und es ist schön zu sehen wie unterschiedlich die Natur rund um den Wörthersee ist.

Wenn es euch interessiert wie der Unterschied zur Wanderung 2016 war, den Bericht könnt ihr gerne hier nachlesen.

Und der Bericht von Andrea ist auf ihrem Blog Angis Fit and Fun nachzulesen.

Wie habt ihr so das neue Jahr sportlich begonnen?

 

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Eure Trailbirdie

 

Bilder: Trailbirdie, Andrea Gangl, Stephanie Polansek

2017 – Neues Jahr – Neue Ziele

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu, einen Rückblick hab ich auch schon verfasst, also bleibt mir noch neue Ziele für 2017 zu setzten.

Natürlich hab ich mir schon so meine Gedanken gemacht, was ich im neuen Jahr sportlich so machen könnte. Ich Herbst spürte ich doch wieder Lust einen Marathon zu laufen. Da ich am liebsten im Winter trainiere ist es für mich logisch mir einen Marathon im Frühjahr raus zu suchen. Für so einen langen Straßenlauf ist mir auch wichtig, daß ich in schöner Kulisse laufen kann und nicht unbedingt in einem Starterfeld mit tausenden von Menschen. Da traf es sich ganz gut, daß ich von einer Kollegin in Slowenien vom Istrski Marathon hörte. 42,195 Kilometer entlang der istrischen Küste, durch die vier historischen Städte Piran, Izola, Koper und Portoroz 🙂 Das ist ein Lauf für Trailbirdie, auch wenn es ein Straßenlauf ist. Also werde ich Anfang Jänner mit dem Training beginnen, daß ich dann am 09.04. 2017 gesund und fit an der Startlinie stehen kann und vor allem euch, liebe Leser, danach einen super Bericht abliefern kann!

Um das Jahr aber wirklich sportlich zu starten werde ich am 06.01. 2017 wieder an der Neujahrswanderung rund um den Wörthersee teilnehmen. Diesmal mit ein paar lieben Laufkolleginnen 🙂 Ich bin schon gespannt inwieweit diese Wanderung sich von der letztjährigen unterscheiden wird. Wie es mir damals ergangen ist könnt ihr hier nachlesen. Falls es für euch auch interessant wäre, hier findet ihr alle Infos zu der Wanderung.

Tja, und dann gibt es da noch ein besonderes Ziel, das mir schon seit längerem durch den Kopf geistert. Einmal möchte ich auf den Großglockner und wenn alles gut geht, dann werde ich euch Anfang Juli von meiner Glocknerbesteigung berichten können 🙂

Da ich mich nicht nur gerne auf Laufwegen und Bergen trumtreibe, sondern auch gerne am Golfplatz, nehme ich mir vor wieder öfter auf den Golfplatz zu gehen, das ein oder andere Turnier zu spielen und doch noch mein Handicap zu verbessern.

Die besten Ideen für meine Pläne hole ich mir nach wie vor bei gemütlichen Läufen durch die Heimat.

Da ist mir heute beim Morgenlauf wieder der Karwendelmarsch ins Gedächtnis gekommen. Abgesehen davon, daß ich schon viel von der Veranstaltung gehört habe und der liebe Iwan  mit Frauchen Anette 2017 dort auch an der Startlinie sein wird, ist die Bergregion Karwendel auch schon länger auf meiner Wunschliste. Also, angemeldet 😉 Passt mit Ende August auch super in mein Jahresprogramm.

Welche sportlichen Ziele habt ihr euch für 2017 so gesteckt? Vielleicht treffen wir uns  bei der einen oder anderen Gelegenheit.

 

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Eure Trailbirdie

Rückblick 2016

Kaum zu glauben, fast ein Jahr ist es her, daß ich mich entschlossen habe eine Blog zu betreiben und Trailbirdie ins Leben zu rufen. Es sind nun doch einige Artikel zusammengekommen!

Da ich mich aus gesundheitlichen Gründen derzeit ein paar Wochen nicht auf meine Trail- und Laufstrecken begeben kann ist es nun der ideale Zeitpunkt für mich darüber reflektieren was ich eigentlich im letzten Jahr so angestellt habe.

Angefangen hat alles mit der Neujahrswanderung um den Wörthersee Anfang Jänner. Knapp 60 Kilometer, davon circa die Hälfte in der Nacht, in netter Gesellschaft rund um den Wörthersee wandern. Ich hatte mich davor schon dem Ausdauersport verschrieben, aber nach dieser Wanderung wusste ich genau, daß ich einfach am liebsten laaaange unterwegs bin 🙂  Ich freu mich schon auf die nächste Wanderung, wer Lust hat dabei zu sein, 06.01. Start um 24.00 Uhr beim Casino in Velden!

Ich hatte mir für 2016 drei läuferische Ziele gesetzt: Einen Ultratrail, einen Laufbewerb über mehrere Tage und den ganzen Wörtherseetrail.

Das erste Ziel war dann schon im März in greifbarer Nähe: Der Sciacche-Trail an der ligurischen Küste. Knapp 49 Kilometer, gute 2.600 Höhenmeter. Von diesem Erlebnis werde ich lange zehren. Wunderschöne Trails, immer der Blick aufs Meer, durch Olivenhaine und Weingärten, entlang Zitronen- und Orangenplantagen, gemeinsam mit Gleichgesinnten, das war einfach genial und mein erster offizieller Ultratail 🙂

Die Trailrunning-Community daheim in Kärnten wächst auch immer mehr und somit ergeben sich immer wieder nette Lauftreffs und lokale Laufveranstaltungen wo ich viele Bekannte treffe und mit gleich Verrückten wie ich im Gelände herumlaufen kann. Der Kärntner Berglaufcup ist schon eine Institution, leider konnte ich heuer aus zeitlichen Gründen nur an drei Bewerben teilnehmen. Dazu gehörten natürlich mein „Heimrennen“ der Glantaler Wasserweglauf (den ich übrigens absolut empfehlen kann), der Schwarzgupfberglauf und der Nockalmlauf in Bad Kleinkirchheim. Mal schauen, ob sich nächstes Jahr wieder mehr Teilnahmen ausgehen.

Im Juni stand dann das zweite Mal eine Umrundung des Wörthersees auf dem Programm, bei der Sonnwendwanderung. Gleiche Strecke wie im Jänner, aber diesmal mit mehr Sonnenlicht 😉 und ohne Abkürzung, inklusive Pirkerkogel! Wen es interessiert, den Wörthersee Rundwanderweg kann man auch in mehreren Etappen machen, ideal ist es eine Strecke mit dem Schiff zu fahren und den Rest zu wandern.

Eine super Trailveranstaltung war im Juli der Hudis Chillout Trail am Forstssee. Nicht nur eine sehr anspruchsvolle Strecke von 16 km rund um Forstsee und die Römerschlucht, sondern auch ein nettes Beisammensein mit Grillerei und Musik.

Zwischendurch habe ich mich auch auf die Straße begeben, allerdings muss es schon einen guten Grund geben, damit ich bei einem Straßenrennen am Start stehe. Das sind dann Charityläufe wie der Südkärntner Lebenslauf oder der Wings for Life World Run, bei dem ich in Ljubljana teilgenommen habe. Der Frauenlauf in Liverpool mit den Mädels vom Club 261 oder mit Arbeitskollegen verkleidet beim Nightrun im Rahmen von Kärnten Läuft. Es muss auf jeden Fall Spaß machen und/oder eine tolle Landschaft bieten!

Mittlerweile Tradition ist ein Ausflug Anfang September in die schöne Krakau in der Obersteiermark, zum Preber Panorama Lauf. Abgesehen von der tollen Landschaft, bietet diese lokale Veranstaltung eine Laufstrecke ohne Asphalt, ein sehr bemühtes OK Team und viele freundliche und begeisterte Menschen. Natürlich das Grillhendl, das nach dem Lauf verzehrt werden darf nicht zu vergessen 😉

Leider musste ich im September mein Ziel den Wörthersee beim Trailmaniak komplett zu umrunden auf nächstes Jahr verschieben. Manchmal gibt es Termine, die wichtiger sind als bei einer Laufveranstaltung am Start zu sehen. Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben und so hoffe ich euch 2017 einen Bericht zum Wörtherseetrail liefern zu können!

Im Oktober dann der Angriff auf mein letztes Ziel für 2016. Ein Bewerb, der aus mehr als nur einem Rennen an einem Tag statt findet. Dafür hatte ich mir das Trailrunning Festival in Salzburg ausgesucht. 2 Tage, 2 Bewerbe. Wie es mir dort ergangen ist könnt ihr hier nachlesen.

Es gibt einige Abenteuer, an die ich mich immer wieder gerne zurück erinnere. Meine Verirrungen an den Laghi di Fusine, meine ersten Klettersteigerfahrungen oder auch mal ein Morgenlauf mit Sonnenaufgang. Meine treuen Leser kennen die Abenteuer ohnehin, alle anderen sind herzlich dazu eingeladen meinen Blog von vorne bis hinten zu durchstöbern 🙂

Was steht heuer noch an? Den Saualmlauf am 08.12. musste ich leider wegen meiner Entzündung im Knie streichen, an der Stelle alles Gute und viel Spaß an alle Läufer! Auf jeden Fall werde ich beim Silvesterlauf in Klagenfurt am 31.12. am Start stehen. Das gehört auch schon zur Tradition… das Laufjahr mit Lauffreunden ausklingen lassen.

Und meine Ziele 2017? Die werden auch immer konkrekter, aber darüber werde ich an anderer Stelle berichten.

 

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Eure Trailbirdie

 

Ich muss nicht immer LAUFEN

Heute gibt’s mal einen Blogpost von mir NICHT zum Thema laufen 🙂

Jeder Sportler, egal ob Hobbysportler oder Profi, und egal welche Sportart kennt das. Man trainiert und trainiert. Man entwickelt sich weiter, wird schneller, besser… Super. Und dann probiert man mal eine neue Sportart oder ein neues Training aus. Und auf  einmal ist nichts mehr so wie es war.

Mir ist das vor circa zwei Monaten so gegangen, als ich mich nach langem Zuspruch dann doch zu einer Yogastunde überreden ließ. Für mich als Sportlerin sah ich kein Problem eine Yogastunde ganz easy hinzubekommen. Naja, der erfahrene Leser lächelt jetzt 😉 Schon während der ersten Übungen merkte ich, daß ich sehr viele Muskeln und Bänder habe, die ich anscheinend zum Laufen gar nicht so dringend brauche. Ich merkte wie unbeweglich und steif ich eigentlich war. Das konnte so nicht weitergehen und ich beschloss weiter Yoga zu machen und eventuell noch was anderes zu finden, um meinem Körper noch mehr verschiedene sportliche Reizen zu bieten.

An dieser Stelle möchte ich meiner Yogalehrerin Helga, die ab sofort im Ruheraum in Klagenfurt anzutreffen ist, danken. Sie zeigt mir von Woche zu Woche wie ich durch Yogaübungen meinen Körper weiter fordern und kräftigen kann. Wie ich gelenkiger werde und meinen Körper auch beim Laufen immer intensiver spüren kann. Es sind kleine Erfolgserlebnisse, die Freude machen. Nächstes Ziel –> Kopfstand!

Wer weiß vielleicht wird es in nächster Zeit auch bei Trailbirdie ein paar Yogageschichten zu Lesen geben 🙂 Und bitte entschuldigt, daß es keine Yogabilder gibt. Zum Fotografieren hab ich dabei wirklich keine Zeit 😉

Apropos Yogageschichten, dazu empfehle ich euch den Blog von Nadine, Eiswürfel im Schuh. Sie ist eine erfahrene Läuferin, die schon lange Yoga praktiziert.

Die kalte Jahreszeit bietet sich dazu natürlich generell gut an, wenn man Alternativen für Indoorsport sucht. Zum Beispiel hatte ich wieder die Möglichkeit das Functional Training im Elithera Gesundheitszentrum in Graz auszuprobieren. Dazu mehr könnt ihr auf einem meiner vergangenen Blogposts hier lesen. Dort kann man unter fachlicher Anleitung ganzheitlich den Körper trainieren, ich finde das sehr wichtig Experten dabei zu haben, denn  gerade an Geräten kann man viel falsch machen.

Es ergab sich auch, daß Angi (eine begeistere Club 261 Läuferin) als Diplomierte Gesundheits- und Fitnesstrainerin ein paar Aerobic Kurse anbietet. Für jeden, der die Möglichkeit hat nach St. Veit zu kommen, hier bekommt ihr alle Infos, am Besten Angis Fit & Fun Blog gleich abonnieren!

Aerobic ist wieder ganz anders, durch die Musik kommt man so richtig in Schwung. Eine Abfolge von Elementen zur Kräftigung verschiedener Muskelpartien, Ausdauer und Stabilität trainieren den Körper ungemein. Durch verschiedene Choreographien kommt auch die Koordination nicht zu kurz! In einer Stunde komm ich ganz schön ins Schwitzen und fühle mich danach einfach super.

Als weitere Empfehlung kann ich euch Super Active in Klagenfurt und Umgebung ans Herz legen. Bei Sara und ihrem Team werden nicht nur Yogastunden, sondern auch Deepwork, Fit for Actives und vieles mehr angeboten. Weitere Infos findet ihr auf der Homepage. Hier mag ich besonders die „Yoga am Morgen“ Einheiten, die fit für den Tag machen. Nicht nur körperlich, auch geistig bin ich nach einer Einheit gestärkt. Es gibt immer wieder Specials, wie Zumba-Einheiten oder Yoga am See. Am Besten gleich auf Facebook liken und immer up to date sein.

superactive

Ich persönlich bin kein Freund von Fitnessstudios, am liebsten bewege ich mich natürlich in der Natur. Allerdings mag ich auch nicht immer das Gleiche machen und so sind diese erwähnten Möglichkeiten und Einheiten ideal für mich, ich kann hingehen wenn ich Zeit habe, in ungezwungener Atmosphäre und immer auch verbunden mit netten Gesprächen. Somit kann ich mein Sportlernetzwerk erweitern und für mich viel Neues lernen.

 

Ich würde mich freuen, den ein oder anderen mal bei Angi, Sara oder Elithera zu treffen 🙂

Wie hält ihr euch fit, abseits von eurem Hauptsport?

 

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Eure Trailbirdie

 

Bilder: Horst von Bohlen, Andrea Gangl, SuperActive, Trailbirdie

Routentipp: Saualm ab St. Oswald

Letztes Wochenende war für mich noch mal ein Lauf in höheren Lagen angesagt. Erstens um nach dem Trailrunning Festival in Salzburg wieder etwas Kraft zu tanken und zweitens um noch einmal vor dem endgültigen Wintereinbruch eine Technikeinheit in den Bergen zu machen.

Ich entschied mich für die Saualm, eine schöne Wanderregion nahe zur Grenze an die Steiermark, die sich zwischen den Bezirken St. Veit / Glan und Wolfsberg befindet. Die höchste Erhebung mit 2.079 m Seehöhe ist der Ladinger Spitz.

Die Anreise mit dem Auto über Brückl, Eberstein nach St. Oswald ist schnell erledigt. Parken am Besten bei der Druckerhütte. Von dort folge ich dem Wanderweg Richtung Großer Sauofen, biege allerdings nicht direkt zum Gipfelkreuz ab, sondern bleibe am Weg Richtung Diex. Hier ist der Weg sehr eng, aber nicht allzu steil. Ideal um die Lauftechnik in unwegsamen Gelände zu trainieren. Über der Waldgrenze nehme ich dann den Wanderweg weiter Richung Großer Sauofen bzw. befinde mich am Eisenwurzenweg.

Ich laufe entlang des Weidezauns, es geht gemütlich dahin, immer wieder leicht bergauf oder bergab. Leider ist es am Kamm ziemlich windig und deshalb beschließe ich nicht ganz bis zum Ladinger Spitz zu laufen, sondern westlich des Kamms und etwas windgeschützt retour bis zur Wolfsberger Hütte. Von dort nehme ich wieder den Eisenwurzenweg und laufe diesmal wirklich zum Gipfelkreuz des Großen Sauofens, oder wie die Einheimischen hier so schön sagen, zur Großen Sau 😉

Vom Gipfelkreuz führt der Wanderweg steil nach unten, bis ich wieder auf den Weg komme, den ich zu Beginn genommen habe. Danach sind es nur mehr ein paar Kurven zurück zum Parkplatz bei der Druckerhütte. Diese kann ich sehr empfehlen um sich dann noch zu stärken, allerdings ist die sonntags bei gutem Wetter ziemlich gut besucht.

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Route Saualm ab St. Oswald

Ich kann die Saualm auch für Wanderungen  oder längere Einheiten absolut empfehlen und werde mich nächstes Jahr sicher wieder öfter dorthin begeben. Und wer weiß? Vielleicht auch schon im Winter, mit Ski? 🙂

Habt ihr vielleicht einen Tipp für eine schöne Trailrunde?

 

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Eure Trailbirdie

Salzburg Trailrunning Festival 2016

Letztes Wochenende war es endlich soweit. Auf in mein letztes Abenteuer für dieses Jahr. Das Trailrunning Festival in Salzburg wartete vom 22.-23.10. 2016 auf mich. Für mich war es das erste Mal, daß ich an zwei Tagen zwei Bewerbe zu bewältigen hatte.

Aber schön der Reihe nach. Ich bin schon am Freitag Abend in Salzburg angereist um mir erst mal in aller Ruhe die Lokalität anzuschauen. Schande über mich, ich war erst das zweite Mal in meinem Leben in Salzburg. Als Nächtigungsmöglichkeit habe ich mir das JUFA Salzburg City ausgesucht, das ich nur weiter empfehlen kann. Weniger als ein Kilometer vom Veranstaltungsgelände entfernt, mit Parkplatz, gemütliche (zwar kleine) und saubere Zimmer, gutes Frühstücksbuffet.

Beim Studium der letzten Informationen, die ich vom Veranstalter per e-mail bekommen hatte stellte ich fest, daß am Samstag vormittag ein Lauftreff stattfinden würde und so beschloß ich dort hin zu gehen. Gesagt, getan stand ich am Samstag um 10.00 Uhr am Kapitelplatz bereit und machte mich mit einem kleinen Grüppchen von Trailrunnern auf die Streckenbesichtigung des Panoramatrails. Unter der Führung von Bernd Zwinger und seiner Kollegen vom Trailrunning Team Samuel, Paul, Tom und Lisa machten wir uns auf den Weg den wunderschönen Rundkurs um Mönchsberg und Festungsberg zu erkunden. Bei einigen Zwischenstopps konnten wir das tolle Panorama bewundern und Bernd zeigte uns auch gleich den Streckenverlauf des am Sonntag statt findenden Gaisbergtrails. Rückblickend muss ich gestehen, daß ich diese Runde an dem Wochenende am meisten genossen habe, auch wenn ich den anderen wirklich sehr guten Läufern ziemlich hinterhergehechelt bin 😉

Nach einer kurzen Erfrischungspause nach dem Lauftreff hatte ich mich für mittag mit Manu von Laufwelt verabredet um uns die Startunterlagen gemeinsam abzuholen. Ich freute mich schon sehr darauf sie wieder zu sehen, haben wir uns doch läuferisch erst beim Womens Marathon 2015 in Mallorca kennen gelernt. Es ergab sich, daß sie auch mit anderen Lauffreunden verabredet war und so habe ich gleich Bärchen Iwan mit Frauchen Anette und Herrchen Stefan kennen gelernt. So ein Austausch unter Gleichgesinnten tut schon gut!

Mit Manu und Andre habe ich mir dann noch ein leckeres vegetarisches Mittagessen gegönnt (sehr zu empfehlen The Green Garden) und die Zeit verflog so schnell, daß bald nur noch eine Stunde zum Start um 16.00 Uhr am Kapitelplatz zum Festungstrail übrig blieb.

Am Samstag standen Panorama- und Festungstrail am Programm: Beide waren nach einer kurzen Runde um den Salzburger Dom der gleiche Rundkurs, wobei beim Festungstrail zwei Runden und zusätzlich der Aufstieg zur Festung und so gesamt 15 km und 570 hm zu bewältigen waren. Die Strecke ist einfach genial, man sieht wirklich die ganze Stadt, wie in einer 360° Aufnahme. Die erste Runde schaffte ich in 50 Minuten, was mich sehr zufrieden machte. Auf der zweiten Runde merkte ich beim bergab laufen (und es gab ein paar ziemlich steile Downhills auf Asphalt), daß bei meinem linken Knie irgendwas nicht stimmte. Trotzdem konnte ich die zweite Runde auch in 50 Minuten beenden und machte mich auf den Weg zur Festung hinauf. Es war zwar ziemlich steil, aber nicht so weit und so kam mir der Weg auch gar nicht so schlimm vor. Ich hab mich total gefreut im Innenhof der Festung Hohensalzburg angekommen Kati zu treffen 🙂 Sie ist eine Lauffreundin vom Club 261 und wohnt in Salzburg. Das hat mich für den letzten Weg durch die Festung, über Wendeltreppen ! und durch mittelalterliche Gänge, die dann endlich wieder in den Innenhof führten sehr motiviert. Die Ziellinie habe ich in 1:54 überschritten und so machte ich mich mit Kati wieder entspannt auf den Weg hinunter.

Zum Abendessen hatte ich mich mit meinen alten und neuen Lauffreunden aus Deutschland verabredet, diesmal traditionell in der Goldenen Kugel. Hier ist es empfehlenswert zu reservieren, da es ein sehr beliebtes Altstadtwirtshaus ist. Rindsuppe und Wienerschnitzel sollten Kraft für den Sonntag geben. Der Abend mit Iwan und Freunden war sehr kurzweilig und wir verabschiedeten uns herzlich, da meine Freunde am Sonntag nicht mehr am Start waren. Leider machte sich mein Knie noch immer bemerkbar und beim Heimgehen kamen die ersten Gedanken in mir auf, wie ich den Lauf am Sonntag wohl bewältigen sollte. Einschmieren und schnell schlafen war angesagt.

Sonntag in der Früh waren die Schmerzen so gut wie weg, bildete ich mir zumindest ein. Ein gemütliches Frühstück mit Lauffreunden aus Kärnten war ein wirklich guter Start in einen Wettkampftag, ich freute mich auf den Trail. An diesem Sonntag gab es zwei Rennen, das Gaisberg Race (ein Berglauf vom Kapitelplatz rauf zur Gaisbergspitze, 12 km und 1.080 hm) und den Gaisberg Trail (über die Gaisbergspitze dann wieder zurück in die Stadt zum Kapitelplatz, 22 km und 1.135 hm). Da ich für den Trail Amadeus angemeldet war stand für mich der lange Trail am Programm. Vom Hotel weg zum Start lief ich mich ein wenig ein und merkte über ein paar Höhenmeter, daß das Knie immer noch zwickte. Hmm…. es half nichts, immerhin konnte ich noch laufen. Mein Ziel war irgendwo zwischen 3 und 3,5 Stunden zu finishen. Zielschluss war bei 4,5 Stunden, das sollte sich ausgehen. Für den Gaisbergtrail gab es beim Start ein Verfolgungsrennen der besten 20 LäuferInnen, was für mich in dem Fall noch als Zuschauer wirklich interessant war, so konnte ich die Schnellsten beim Weglaufen noch beobachten. Gleich darauf reihte ich mich in die Startaufstellung und ohne viel Zeit zu haben ging es dann schon los. Die Bergläufer sollten 5 Minuten nach uns starten.

Hier muss ich leider den einzigen Kritikpunkt der Veranstaltung anführen. Die schnellen Bergläufer hatten uns langsameren Trailläufer am Kapuzinerberg gleich mal eingeholt. Da es dort fast nur Singletrails und Treppen zu laufen gab waren wir einfach im Weg. Es kam zu unschönen Szenen zwischen schnellen und langsamen Läufern, es war für beide Seiten nicht angenhem. Vielleicht könnten die Veranstalter hier für die Zukunft den Start entweder überhaupt zusammenlegen, oder mehr Zeit zwischen den Starts der beiden Rennen lassen.

Jetzt hab ich noch gar nicht erzählt, wie der Streckenverlauf sein sollte 😉 Also, vom Kapitelplatz weg, über den Kapuzinerberg, weiter auf den Kühberg und danach über die Gersbergalm rauf zur Gaisalmspitze. Danach einen Rundkurs zurück über die Zistelalm, Aigen und der Salzach entlang wieder in die Altstadt zum Kapitelplatz. Hört sich super an, oder? Die Strecke ist sehr herausfordernd, die Uphill Passagen sind teils sehr steil, absolute Singletrails durch dichte Wälder, über Wurzeln und Steine. Genauso auch die Downhills, das Panorama ist einfach ein Traum! Hier ein paar Impressionen.

Nun denn, leider konnte ich das alles nicht genießen. Sobald es flach oder bergab dahin ging hatte ich Knieschmerzen. Das erste Mal in meinem Läuferleben war ich wütend, daß ich nicht laufen konnte und Schmerzen hatte. Mich überholten Mitläufer auf den einfachsten Downhills. Bergauf konnte ich zwar wieder etwas gut machen, denn da spürte ich das Knie überhaupt nicht, aber ich wußte nach dem Gaisberg ging es nur mehr runter. Ich spielte wirklich mit dem Gedanken am Gaisberg auszusteigen. Dort angekommen dachte ich mir allerdings: „He! Was soll das? Es sind doch nur mehr 10 Kilometer ins Ziel, und wenn ich die gehe komme ich immer noch rechtzeitig an.“ Ausserdem war das Wetter einfach nur traumhaft und wie schon beschrieben, das Panorama einzigartig!

Also machte ich mich auf den für mich beschwerlichen Weg hinunter. Gigantisch welche Kraft man mental aufbringen kann um seinen Körper zu bewegen, obwohl der gar nicht will! Sobald es flacher wurde konnte ich auch wieder besser laufen und entlang der Salzach konnte ich noch mal Tempo machen (na zumindest für meine Verhältnisse an diesem Tag, normalerweise wäre das Tempo für einen Longjog angemessen gewesen).

An dieser Stelle möchte ich all den geduldigen Streckenposten danken! Wirklich jeder hat auch uns langsamere Läufer angefeuert und motiviert 🙂 Je näher ich der Stadt kam, desto besser ging es mir auch mental wieder, ich freute mich schön langsam auf den Zieleinlauf. Ich merkte auch schnell wieder warum ich so gerne bei Trailveranstaltungen bin. Ich wurde auf meinen letzten Metern von Mitläufern angefeuert, die sicher schon länger als eine Stunde im Ziel waren und trotzdem freundliche Worte für mich über hatten. Der Sprung über die Ziellinie nach 4:09 Stunden war Erleichterung pur für mich. Es gab eine Medaille, ein cooles Poloshirt und sogar ein kurzes Interview mit dem Moderator 🙂 Danach gönnte ich mir ein alkoholfreies Stieglbier und traf noch ein paar Lauffreunde aus Kärnten. Das freut mich immer besonders, wenn ich nach einem Rennen noch nett mit Kollegen plaudern kann. Ein bißchen in der Sonne sitzen, erholen. Was machte das Knie? Komischerweise spürte ich das zu dem Zeitpunkt gar nicht, war wohl das Adrenalin 😉 Auf jeden Fall ist für die Tage danach Ruhe angesagt!

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Trailamadeus – Geschafft

Somit konnte ich mich dann doch ganz zufrieden auf den Heimweg machen, aber nicht ohne das Versprechen in Salzburg zu lassen nächstes Jahr wieder zu kommen und dann die Strecken genießen und durchlaufen zu können!

Was Manu und Iwan zu der Veranstaltung sagen, könnte ihr gerne auf deren Blogs nachlesen!

Offizielle Fotos gibts beim Sportograf. Auch das Trailrunningszene Magazin war vor Ort.

Mein Fazit: Eine rundum gelungene City-Trailveranstaltung. Die Strecken, obwohl in der Stadt, sehr anspruchsvoll und mit tollem Panorama. Ausgezeichnete Streckenmarkierung. Die Organisatoren sind sehr bemüht für die Läufer alles perfekt zu machen. Super Stimmung auf der Strecke. Einzige Nachteile: Die schon beschriebenen Probleme am Kapuzinerberg, sowie KEIN KUCHEN in der Ziellabe für langsamere Läufer 😦

Für mich eine absolut empfehlenswerte Veranstaltung und wie gesagt, ICH KOMME WIEDER 🙂

 

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Eure Trailbirdie

 

Bilder: Salzburg Trailrunning Festival, Sportograf, Trailbirdie

Wohin am Feiertag?

26.10. 2016, Nationalfeiertag, der Tag an dem wir Österreicher unsere Neutralität feiern. Auch der Tag, der seit 1971 als Tag der Bewegung bekannt ist. Fit mach mit! – ist das Motto.

In dem Sinne war natürlich auch ich heute unterwegs. Nach einem anstrengenden Trailwochenende, von dem ich euch bald ausführlich berichten werden, allerdings heute als Spaziergängerin. Oder auch als Neue-Laufwege-Sucherin 😉 Oder einfach nur Die-Natur-Genießerin!

Entgegen der schlechten Wetterprognose hat es die Sonne am Nachmittag aber doch noch geschafft und ich konnte in meiner Heimat eine schöne Runde drehen. Richtung Ulrichsberg, allerdings heute ohne Gipfelsturm, den hole ich beim Laufen wieder nach 🙂

Wohin hat es auch am Nationalfeiertag verschlagen?

 

Keep on running

and be fearless

Eure Trailbirdie

Golfen zwischen den Euganeischen Hügeln

Letztes Wochenende hat es mich endlich wieder mal auf den Golfplatz verschlagen 🙂 Genauer gesagt auf drei Golplätze, in der wunderschönen Region der Euganeischen Hügel in Italien (Veneto). Die bekanntesten Orte der Thermal- und Gesundheitsregion sind Abano und Montegrotto. Wir haben uns für einen kurzen Golftrip allerdings Galzignano ausgesucht und ich kann das Spa & Golfresort Galzignano Terme wirklich empfehlen. Es befindet sich direkt im Resort eine 9-Loch Anlage und die nächsten Golfclubs sind alle innerhalb von 20 Autominuten entfernt. GC Padova, GC Frasanelle und GC della Montecchia.

Die schönste und älteste Anlage ist der GC Padova, den wir allerdings auf diesem Trip ausgelassen haben, da einfach die Zeit zu knapp war. Das nächste Mal ist er aber sicher wieder dabei.

Da die Anreise am Freitag total verregnet war verschoben wir unsere Proberunde auf der 9-Loch Anlage auf Montag vor Abreise und fuhren statt dessen nach Padova. Über die Landstraße ist diese zweitälteste Universitätsstadt Italiens in circa 20 Autominuten erreichbar. Ein bißchen Flanieren, einen Cappuccino trinken und sich einen kleinen Snack genehmigen ist auch bei Regenwetter gut möglich. Ansonsten würde die Stadt natürlich vieles zu Besichtigen bieten. Berühmt ist sie vor allem für die Basilika des Heiligen Antonius und für den Botanischen Garten, welcher der älteste in Italien ist. Dort kann zum Beispiel eine über 500 Jahre alte Palme bestaunt werden.

Kleiner Tipp am Rande, auch Venedig ist von Galzignano in nur circa 45 Autominuten erreichbar, oder ab Padova direkt mit einem Boot über den Fluss Brenta. Für solch eine Ausflug sollte aber ein ganzer Tag eingerechnet werden.

Kommen wir nun zu den Golfanlagen 🙂 Am Samstag hat es der Wettergott gut gemeint und nach einer kurzen Autofahrt über die Hügel sind wir nach 20 Minuten am GC Frasanelle angekommen. Nach ein paar Übungsschlägen auf der Driving Range und einem Cappuccino in dem alten Gutshof aus dem 17. Jahrhundert, der zu Clubhaus und Restaurant umgebaut wurde ging es dann schon los. Die 18-Loch Anlage mit 72 par ist sehr gepflegt, leider sind ein paar Grüns und Abschläge, vor allem auf den hinteren 9 Löchern sehr hart. Auch hatten sich ein paar gemeine Vögel auf den Grüns niedergelassen und wohl nach Insekten oder Würmern gesucht. Der Platz zeichnet sich vor allem durch zahlreiche Bunker und Wasserhindernisse aus. Nach dem starken Regen der vergangenen Nacht hatten sich auch die Bunker zu Wasserhindernissen verwandelt, die meine Bälle mit Vorliebe verschluckt haben 😉 Fasziniert hat mich die Natur rundherum. Schon wenn man zum Clubhaus fahren will muss man durch einen dichten Wald fahren. Die Natur wirkt sehr unberührt und es breitet sich eine Stille aus, die man auf einem Golfplatz kaum wo findet. Das ist es auch was diesen Platz zu meinem Favoriten in der Region macht. Hier ein paar Eindrücke:

Am Sonntag hatten wir am GC della Montecchia gebucht, ein 27-Loch Championskurs, der vor allem für die ausgezeichnete Jugendarbeit bekannt ist. Da auf dem roten und weißen Kurs ein Turnier ausgetragen wurde konnten wir nur am gelben Kurs, dafür zwei Runden, spielen. Manchmal ist es ganz gut, wenn man 9 Löcher dann schon kennt 😉 Da sehr viel los war spielten wir zusammen mit netten Italienern, was das Spiel ein bißchen aufgelockert hat. Die Abschläge, Fairways und Grüns haben sich in einem Top-Zustand präsentiert. Auch waren viel weniger Sand- und Wasserhindernisse als am Tag zuvor, was das Spielergebnis dann doch auch positiv beeinträchtig hat 🙂 Hier stört einzig die quer durch den Platz gehende Hochspannungsleitung. Diese Anlage fasziniert mich vor allem wegen der Lage direkt neben einem alten Schloss und der Club wirkt zwar elitär (mit Guest Parkplatz und Members Parkplatz), aber man fühlt sich trotzdem als Gastspieler willkommen und trinkt dann gerne noch vor dem antiken Landwirtschaftsbetrieb des Grafen Emo Capodilista „La Montecchia“ einen Aperol Sprizz. An diesem Sonntag war auch Kindertraining und es war wirklich faszinierend zu sehen wieviele Kinder und Jugendliche hier dem Golfsport mit Spaß nachgehen.

Am Montag war unser Abreisetag und wir holten noch unsere Runde am GC Galzignano nach. Die 9-Loch Anlage mit großzügiger Driving Range und Pitching sowie Putting Green ist eine ausgezeichnete Übungsanlage. Sehr praktisch ist, daß man kein Auto benötigt und gleich direkt vom Hotelparkplatz zum Clubhaus und ersten Abschlag gehen kann. Leider hatte sich an dem Tag der Nebel ziemlich dicht über die Hügel gelegt so daß es sehr feucht war. Bei dem Wetter ist es ein Vorteil eine 31 Par Anlage mit nur einem Par 5, zwei Par 4 und 6 ! Par 3 Löcher zu spielen und den Ball trotzdem gut sehen zu können. Leider sind trotz der kleinen Anlage die Wasserhindernisse nicht zu knapp bemessen und somit musste ich mich wieder von ein paar alten Bällen verabschieden 😉 Allerdings sind die Abschläge, Fairways und Grüns wirklich in gutem Zustand und der Platz ist ideal um das kurze Spiel zu üben.

Natürlich hab ich auch auf den Golfrunden meine Suunto Ambit 3 Peak dabei und es ist schon lustig sich dann die Aufzeichnung anzusehen.

kurs-frasanelle

Das Resort bietet neben dem Golfplatz auch 12 Sand-Tennisplätze und in der Umgebung findet man zahlreiche Rad-, Wander- und Laufstrecken. Ein absoluter Pluspunkt im Resort Galzignano ist es sich nach dem Golfspiel oder sonstigen sportlichen Tätigkeiten in die Wellness & Spa Zone des Resorts zu begeben, ein bißchen in Thermalwasser zu schwimmen oder sich ein Massage zu gönnen. Dazu kommt noch ausgezeichnetes Essen und der Urlaub ist perfekt.

Das Klima in der Euganeischen Hügeln ist um einiges milder als bei uns zuhause und somit kann man das ganze Jahr über Golf spielen. Außerdem ist man mit dem Auto in gut drei Stunden dort, was auch die Anreise erleichtert.

Wir werden uns im nächsten Frühjahr wieder ein paar Tage gönnen. Gibt es eine Region oder ein Resort das ihr zum Golfen empfehlen könnt?

Keep on moving and be fearless

Eure Trailbirdie

Laufen im Herbst

Sie ist da! Die Jahreszeit in der ich am liebsten laufe 🙂 Der Herbst.

Für viele ist der Frühling oder der Sommer die Lieblingsjahreszeit für Sport. Für mich ist es definitv der Herbst. Endlich kühlere Luft nach langen heissen Sommertagen. Endlich kann ich in langen Hosen, langärmeligen Shirts oder Jacke laufen. Meine Stirnbänder, Handschuhe und Hauben rausholen 😉

Was ich besonders gerne am Herbst mag? Wie schon erwähnt, die kühle frische Luft. Ich kann auch mittag oder nachmittag laufen, denn es ist nicht zu heiß für mich. Die Natur liefert ein wunderschönes Schauspiel in den verschiedensten Grün-, Gelb-, Rot- und Brauntönen.

Egal ob ich alleine oder mit Freunden unterwegs bin. Ich genieße die Natur um mich herum.

Für mich ist es einfach die perfekte Jahreszeit um wieder ins Training einzusteigen und mich auf einen coolen Laufbewerb im Frühjahr vorzubereiten. Auch wenn meine Hauptmotivation Spaß und Freude an der Bewegung ist, so möchte ich mich doch weiterentwickeln und ein bißchen an Tempo und Ausdauer arbeiten. Wenn die Temperaturen nicht mehr so hoch sind wie im Sommer tu ich mir einfach leichter aus der Komfortzone raus zu gehen und auch mal ein Tempoläufchen oder Intervalltraining zu machen.

Natürlich hat Trailbirdie im Frühjahr 2017 schon was vor, aber es ist noch nichts fixiert also werde ich euch in einem meiner nächsten Blogposts mehr zu meinen zukünftigen Plänen berichten.

Zur Zeit bereite ich mich noch auf das Trailrunning Festival in Salzburg vor. Dort habe ich mich für die Kombiwertung angemeldet, werde also das erste Mal an zwei Bewerben an zwei aufeinander folgenden Tagen teilnehmen. Bisher habe ich ein paar schnelle Einheiten und ein paar lange Läufe im Gelände gemacht und heute stand noch einen Tempotest beim Viertelmarathon des Graz Marathons am Programm. Eine Tempoeinheit im Gelände werde ich diese Woche noch angehen und dann ist Regeneration angesagt.

Auch das ist ein Vorteil vom Laufen im Herbst. Wettkämpfe sind für mich viel einfacher, da einfach die Temperatur angenehmer ist und ich wirklich am Tempo arbeiten kann. Da freu ich mich natürlich schon auf den Halbmarathon in Palamanova 🙂

Wie steht ihr als Läufer zum Herbst? Oder gefällt euch eine andere Jahreszeit doch besser?

Keep on running and be fearless

Eure Trailbirdie