1. Südkärntner Lebenslauf

Heue gibt es mal eine Story ganz anderer Art. Trailbirdie bei einem Straßenlauf!

Also ehrlich, es muss schon einen guten Grund geben, damit ich mich für ein Rennen auf die Straße wage, wo ich doch viel lieber im Wald und auf den Bergen laufe. Der 1. Südkärntner Lebenslauf war für mich ein sehr guter Grund. Erstens konnte ich laufend Menschen helfen und zweitens ist es am Klopeinersee einfach wunderschön 🙂

Der Verein LG Südkärnten hat in den letzten Jahren ein paar schöne lokale Laufveranstaltungen ins Leben gerufen. Allerdings keine normalen Läufe, wo es nur um die schnellste Zeit geht. Der 1. Südkärntner Lebenslauf wurde ein Charity Laufevent. Die gesamten Einnahmen wurden karitativen Zwecken gespendet und die Herausforderung war nicht einfach schnell von A nach B zu kommen, sondern so oft wie möglich innerhalb von zwei Stunden um den Klopeinersee zu laufen. Zudem war es möglich sich von jemandem sponsern zu lassen. Es wurden also die gelaufenen Kilometer in Geld um gewandelt.

 

Die Fakten

Der Veranstaltung fand (nach Verschiebung wegen Wintereinbruchs am 01.05.) am 22.05. 2016 statt. Start und Ziel waren direkt in St. Kanzian am Klopeinersee.

Es galt in zwei Stunden so oft wie möglich um den See zu laufen. Eine Runde maß fünf Kilometer. Ein paar großartige Läufer haben das fünf mal geschafft! Ich war mit drei Runden allerdings auch mehr als zufrieden. Es war einer der ersten schönen Sommertage und das Wetter war einfach perfekt.

Es waren 233 Teilnehmer am Start. Nicht nur Läufer, es waren auch Walker und Skater dabei sowie körperlich und geistig beeinträchtigte Menschen, die mit Begleitpersonen unterwegs waren.

1.560 Kilometer wurden insgesamt gelaufen.

4.910.- Euro kamen zusammen !! Gespendet wurde an den Verein Special Olympics und das AVS Wohnheim in Sittersdorf. Ich finde es gut, daß das Geld in der Region bleibt und damit Menschen geholfen wird, die in unserer unmittelbaren Umgebung wohnen.

Meine persönliche Lauferfahrung:

Es war eine besondere Atmosphäre am Start. Viele Läufer waren gekommen, viele bekannte Gesichter vom Straßen- und Berglauf und auch aus anderen Sportarten. Man merkte, es ging hier nicht um Bestzeiten, sonderm ums Dabeisein und jeder war entspannt und hatte Spaß. Das ausgezeichnete Sommerwetter hat noch seinen Teil dazu beigetragen. Nach dem Startschuss ging es auch schon los.
Ich kam in ein gutes Tempo und konnte auch noch bis zur ersten Labestation mit einer Lauffreundin, Manu, quatschen. Danach gab sie etwas Gas, ich wollte meinem Tempo treu bleiben. So lief ich weiter, die Strecke kenne ich von unserem Club 261 Lauftreff am Klopeinersee. Immer auf Asphalt, aber auch immer schön rauf und runter. Immer wieder musste ich die Schönheit der Region um den See bewundern. Ich schloss mich auf der zweiten Hälfte Michi und seinem Vater an, die ich auf der Strecke kennenlernte. Diesen beiden Menschen zolle ich absoluten Respekt. Michi wurde im Rollstuhl von seinem Vater geschoben, das alleine ist bestimmt sehr anstrengend, immerhin waren auch ein paar Höhenmeter und Bordsteinkanten zu überwinden. Aber die zwei sind einfach super drauf gewesen und mir war es eine Ehre sie bis zum Ziel begleiten zu dürfen.
Dass ich in ein zweite Runde gehe war mir von vorneherein klar 🙂 Da bekam ich allerdings das Wetter zu spüren. Ich war halt die Sonne noch nicht gewohnt, und auf Asphalt zu laufen macht das nicht besser, wenn es an die 30 Grad hat. Egal, eine dritte Runde wollte ich unbedingt schaffen und das ging dann auch gut. Bei den Labestationen habe ich ein bißchen mit den Helfern gequatscht, das hat auch ganz gut getan 😉 Es war eine Musikkapelle um den See unterwegs und viele Touristen, somit verging die Zeit wirklich wie im Flug. Theoretisch hätte ich mich noch auf eine vierte Runde wagen können, aber es war die bessere Option nach der dritten Runde im Ziel abzubiegen. Es war schon ziemlich anstrengend. Außerdem war Sonntag 😉
Im Ziel gab es eine tolle handgemachte Medaille, genügend Wasser und hausgemachte Kuchen. Nachdem ich mich mit einigen Bekannten noch unterhalten habe kam ich allerdings zu spät zur Pastaparty, naja, selber schuld 😉

Mein Fazit:

Eine tolle Laufveranstaltung um Menschen im eigenen Land zu helfen. Super organisiert, Strecke war gut gesichert trotz normalem Straßenverkehr, viele Helfer, ausreichend Verpflegung. Ich bin nächstes Jahr wieder dabei!
Keep on running and be fearless
Eure Trailbirdie

Fotocredits: LG Südkärnten, Angelika Komposch, Tailbirdie

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Ein Kommentar zu „1. Südkärntner Lebenslauf

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