Neujahrswanderung am Wörthersee 2017

Schön, wenn man den ersten Haken an einer To-Do-Liste setzten kann. Neujahrswanderung 2017 abgeschlossen 🙂

Es war der 06.01. 2017 gegen 23.30 Uhr, als ich am Versammlungspunkt im Casino Velden eintraf. Überwältigend wie viele Personen sich dort schon für die Wanderung zusammen fanden (später erfuhr ich, dass es ungefähr 120 Teilnehmer waren). Immerhin waren für die Nacht bis zu -18 °C angesagt, es sollte eine sternenklare Nacht und ein strahlend schöner Wintertag werden. Besonders gefreut habe ich mich zwei Kolleginnen, Andrea und Stephanie, von unserem Laufverein Club 261 zu treffen! Natürlich waren viele bekannte Gesichter aus der Kärntner Trailszene zu sehen 🙂

Nach einer ausführlichen Vorbesprechung durch Organisator Mario Schönherr wurden wir Punkt Mitternacht auf die Strecke gelassen. Wir beschlossen uns beim Guide für die 15 Stunden anzuschließen, da beim 14 Stunden Guide sich doch die meisten anschlossen und wir es ein bisschen ruhiger angehen wollten. Im Endeffekt eine sehr gute Entscheidung.

Bei sternenklarem Himmel gingen wir guten Schrittes entlang des Wörthersee-Rundwanderweges entgegen dem Uhrzeigersinn Richtung Klagenfurt. Am Pyramidenkogel waren wir nach ca. 3 Stunden am höchsten Punkt und der ersten Labestation angelangt. Es war sehr zuvorkommend, dass das Foyer des Aussichtsturms offen war, ebenso wie die Toiletten. Bei den frostigen Temperaturen war es sehr angenehm sich etwas aufzuwärmen. Dazu hatten die Organisatoren Tee, Suppe, Kuchen und Obst vorbereitet sowie ein Glücksrad 🙂 mit tollen Gewinnen.

Nach einer halben Stunde Rast ging es weiter Richtung Klagenfurt, durch Reifnitz, vorbei an den Spintikteichen über die Maiernigg Alm. Über Klagenfurt begann es hell zu werden und nach gesamt ca. 7 Stunden kamen wir bei der zweiten Labestation bei der Villa Lido an. Dort hielten wir uns trotz Kaffee, Tee und einer perfekten Eierspeis nur kurz auf, denn die Kälte war kaum auszuhalten. Beim Startpaket waren vorsorglich Handwärmer drinnen, die wurden ausgepackt und sofort in die Handschuhe gesteckt. Nach kurzer Rast und mittlerweile bei Tageslicht marschierten wir weiter, wieder in den Wald, da waren die Temperaturen etwas angenehmer als am See. Wir erfuhren erst später, daß es in Klagenfurt -16 °C hatte!

Am Weg zum Gut Drasing konnten wir die ersten wärmenden Sonnenstrahlen genießen, auch wenn nicht daran zu denken war Handschuhe auszuziehen oder die Kapuze weg zu geben. Am Pirkerkogel genossen wir die herrliche Aussicht über den Wörthersee bei einer kurzen Rast. Tee und Mannerschnitten gaben uns wieder etwas Energie 🙂 So ging es recht flotten Schrittes weiter nach Pörtschach. Es trieb uns wohl auch der Gedanke an ein heißes Getränk bei der Bäckerei Wienerroither an. Nachdem wir dann schon ca. 11 Stunden unterwegs waren, bot uns die Bäckerei ein warmes Plätzchen, Toiletten und ein kleines Frühstück – das war die perfekte Raststation um sich auf die letzte Etappe nach Velden zu machen.

Es war für mich das erste Mal die Etappe zwischen Pörtschach und Velden bei Tageslicht zu gehen und das genoss ich sehr. Es ist wirklich ein sehr schöner Abschnitt. Vor allem die Natur rund um den Forstsee und die Römerschlucht sind schon einzigartig. Es war auch ganz gut dort bei Tag zu gehen, denn einige Stellen waren ziemlich eisig. Nach so vielen Stunden auf den Beinen war es natürlich schon etwas beschwerlich und der Gedanke an das Ziel ließ uns noch einmal einen Endspurt einlegen, so dass wir die 15 geplanten Stunden auch einhalten konnten.

In Velden angekommen war die Erleichterung natürlich groß, ein unheimliches Glücksgefühl stellte sich ein 🙂 Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit den Mädels gemeinsam so ein Abenteuer zu bestehen und ein großes Danke an unseren Guide Josef, der uns gut und sicher ans Ziel gebracht hat!

dsc_3191
Rast am Pirkerkogel mit Blick zum Pyramidenkogel – Bald geschafft!

 

Mein Fazit: Ein sehr schöne, aber anspruchsvolle Wanderung. Sehr gut organisiert. Die Hälfte in der Nacht zu wandern hat schon ein bisschen was Magisches an sich 🙂 und es ist schön zu sehen wie unterschiedlich die Natur rund um den Wörthersee ist.

Wenn es euch interessiert wie der Unterschied zur Wanderung 2016 war, den Bericht könnt ihr gerne hier nachlesen.

Und der Bericht von Andrea ist auf ihrem Blog Angis Fit and Fun nachzulesen.

Wie habt ihr so das neue Jahr sportlich begonnen?

 

Keep on running

and be fearless

Eure Trailbirdie

 

Bilder: Trailbirdie, Andrea Gangl, Stephanie Polansek

Rückblick 2016

Kaum zu glauben, fast ein Jahr ist es her, daß ich mich entschlossen habe eine Blog zu betreiben und Trailbirdie ins Leben zu rufen. Es sind nun doch einige Artikel zusammengekommen!

Da ich mich aus gesundheitlichen Gründen derzeit ein paar Wochen nicht auf meine Trail- und Laufstrecken begeben kann ist es nun der ideale Zeitpunkt für mich darüber reflektieren was ich eigentlich im letzten Jahr so angestellt habe.

Angefangen hat alles mit der Neujahrswanderung um den Wörthersee Anfang Jänner. Knapp 60 Kilometer, davon circa die Hälfte in der Nacht, in netter Gesellschaft rund um den Wörthersee wandern. Ich hatte mich davor schon dem Ausdauersport verschrieben, aber nach dieser Wanderung wusste ich genau, daß ich einfach am liebsten laaaange unterwegs bin 🙂  Ich freu mich schon auf die nächste Wanderung, wer Lust hat dabei zu sein, 06.01. Start um 24.00 Uhr beim Casino in Velden!

Ich hatte mir für 2016 drei läuferische Ziele gesetzt: Einen Ultratrail, einen Laufbewerb über mehrere Tage und den ganzen Wörtherseetrail.

Das erste Ziel war dann schon im März in greifbarer Nähe: Der Sciacche-Trail an der ligurischen Küste. Knapp 49 Kilometer, gute 2.600 Höhenmeter. Von diesem Erlebnis werde ich lange zehren. Wunderschöne Trails, immer der Blick aufs Meer, durch Olivenhaine und Weingärten, entlang Zitronen- und Orangenplantagen, gemeinsam mit Gleichgesinnten, das war einfach genial und mein erster offizieller Ultratail 🙂

Die Trailrunning-Community daheim in Kärnten wächst auch immer mehr und somit ergeben sich immer wieder nette Lauftreffs und lokale Laufveranstaltungen wo ich viele Bekannte treffe und mit gleich Verrückten wie ich im Gelände herumlaufen kann. Der Kärntner Berglaufcup ist schon eine Institution, leider konnte ich heuer aus zeitlichen Gründen nur an drei Bewerben teilnehmen. Dazu gehörten natürlich mein „Heimrennen“ der Glantaler Wasserweglauf (den ich übrigens absolut empfehlen kann), der Schwarzgupfberglauf und der Nockalmlauf in Bad Kleinkirchheim. Mal schauen, ob sich nächstes Jahr wieder mehr Teilnahmen ausgehen.

Im Juni stand dann das zweite Mal eine Umrundung des Wörthersees auf dem Programm, bei der Sonnwendwanderung. Gleiche Strecke wie im Jänner, aber diesmal mit mehr Sonnenlicht 😉 und ohne Abkürzung, inklusive Pirkerkogel! Wen es interessiert, den Wörthersee Rundwanderweg kann man auch in mehreren Etappen machen, ideal ist es eine Strecke mit dem Schiff zu fahren und den Rest zu wandern.

Eine super Trailveranstaltung war im Juli der Hudis Chillout Trail am Forstssee. Nicht nur eine sehr anspruchsvolle Strecke von 16 km rund um Forstsee und die Römerschlucht, sondern auch ein nettes Beisammensein mit Grillerei und Musik.

Zwischendurch habe ich mich auch auf die Straße begeben, allerdings muss es schon einen guten Grund geben, damit ich bei einem Straßenrennen am Start stehe. Das sind dann Charityläufe wie der Südkärntner Lebenslauf oder der Wings for Life World Run, bei dem ich in Ljubljana teilgenommen habe. Der Frauenlauf in Liverpool mit den Mädels vom Club 261 oder mit Arbeitskollegen verkleidet beim Nightrun im Rahmen von Kärnten Läuft. Es muss auf jeden Fall Spaß machen und/oder eine tolle Landschaft bieten!

Mittlerweile Tradition ist ein Ausflug Anfang September in die schöne Krakau in der Obersteiermark, zum Preber Panorama Lauf. Abgesehen von der tollen Landschaft, bietet diese lokale Veranstaltung eine Laufstrecke ohne Asphalt, ein sehr bemühtes OK Team und viele freundliche und begeisterte Menschen. Natürlich das Grillhendl, das nach dem Lauf verzehrt werden darf nicht zu vergessen 😉

Leider musste ich im September mein Ziel den Wörthersee beim Trailmaniak komplett zu umrunden auf nächstes Jahr verschieben. Manchmal gibt es Termine, die wichtiger sind als bei einer Laufveranstaltung am Start zu sehen. Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben und so hoffe ich euch 2017 einen Bericht zum Wörtherseetrail liefern zu können!

Im Oktober dann der Angriff auf mein letztes Ziel für 2016. Ein Bewerb, der aus mehr als nur einem Rennen an einem Tag statt findet. Dafür hatte ich mir das Trailrunning Festival in Salzburg ausgesucht. 2 Tage, 2 Bewerbe. Wie es mir dort ergangen ist könnt ihr hier nachlesen.

Es gibt einige Abenteuer, an die ich mich immer wieder gerne zurück erinnere. Meine Verirrungen an den Laghi di Fusine, meine ersten Klettersteigerfahrungen oder auch mal ein Morgenlauf mit Sonnenaufgang. Meine treuen Leser kennen die Abenteuer ohnehin, alle anderen sind herzlich dazu eingeladen meinen Blog von vorne bis hinten zu durchstöbern 🙂

Was steht heuer noch an? Den Saualmlauf am 08.12. musste ich leider wegen meiner Entzündung im Knie streichen, an der Stelle alles Gute und viel Spaß an alle Läufer! Auf jeden Fall werde ich beim Silvesterlauf in Klagenfurt am 31.12. am Start stehen. Das gehört auch schon zur Tradition… das Laufjahr mit Lauffreunden ausklingen lassen.

Und meine Ziele 2017? Die werden auch immer konkrekter, aber darüber werde ich an anderer Stelle berichten.

 

Keep on running

and be fearless

Eure Trailbirdie