Wanderung zu den Verlassenen Dörfern bei Moggio Udinese

Auch wenn ich zur Zeit wenig bei Trailläufen unterwegs bin versuche ich trotzdem so oft wie möglich in die Berge zu kommen.
Wanderungen können wirklich entspannend sein. Es tut gut, mal einen Sommer ohne Trainingsplan und vielen Wettkämpfen am Kalender zu verbringen.
So ergeben sich auch Gelegenheiten mal neue, spannende Orte in der Umgebung kennen zu lernen. Da wir in Kärnten den Vorteil habe nah an der italienischen Grenze zu wohnen ergab es sich Anfang August eine Wanderung mit meiner lieben Freundin Edith zu den Verlassenen Dörfern bei Moggio Udinese im Friaul zu machen.
Warum verlassen? Im Mai 1976 ereignete sich ein verheerendes Erdbeben im Friaul, viele Orte wurden zerstört, darunter auch die Dörfer abgelegen von Moggio Udinese. Die besser erreichbaren Orte wie Venzone, Gemona und Osoppo wurde fast zur Gänze wieder aufgebaut, aber die kleinen Dörfer abseits der Straßen wurden aufgegeben und bieten jetzt eine tolle Ausflugsmöglichkeit für Wanderer (und auch Mountainbiker) spannende Orte zu entdecken.

Über die Süd-Autobahn erreicht man sehr schnell Pontebba, von wo aus wir uns Richtung Udine begeben, bis Moggio Udinese. Wir parken aber nicht im Ort, sondern fahren noch ein Stück weiter nach Campiolo (hinter der Autobahnraststation), ein kleines Stück den Berg hoch und parken dort in einer Einbuchtung.
Somit ersparen wir uns dann die ersten zwei Kilometer auf der Straße am Rückweg, sondern gehen gleich am Anfang über die Straße bis Moggio zur Kirche. Dort folgen wir den Wanderwegweisern. Nach knapp zwei Stunden erreichen wir Moggessa di qua, den ersten Ort. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir bis dahin schon einige Höhenmeter machen werden.


Im Ort angekommen lassen wir die Atmosphäre auf uns wirken, essen eine Kleinigkeit und füllen unsere Wasserflaschen bei einem Brunnen auf.
Nach kurzer Rast gehen wir weiter und erreichen nach einer weiteren halben Stunde Moggessa di là. Dort gönnen wir uns eine etwas längere Pause und treffen auch auf ein paar Einwohner.
Es ist komisch zu sehen, dass zwischen verfallenen Häusern doch frisch gestrichene Zäune und Satellitenschüsseln auftauchen.
Da wir an einem Wochentag unterwegs sind ist es am Weg sehr ruhig. Insgesamt begegnen uns nur drei Familien bzw. kleine Wandergruppen, die allerdings in die umgekehrte Richtung unterwegs sind.

Nach der Pause machen wir uns auf den Weg nach Stavoli, den dritten und letzten der verlassenen Orte. Und dieser Weg hat es echt in sich, nicht nur, dass wir einen ziemlich steilen Waldweg hinuntergehen mussten, nein, auch ein Fluss ist zu überqueren. Das war an dem Tag auch eine Wohltat, da wir natürlich barfuß durch den Fluss waten konnten und so eine kleine Abkühlung hatten.


Generell hat mich die Landschaft schon sehr beeindruckt. Es geht immer durch schöne Wälder in Schluchten, bergauf und bergab. Irgendwo hört man immer Wasser rauschen. Die Atmosphäre der Dörfer hat auch eine ganz eigene Wirkung, es ist sehr ruhig, aber trotzdem nicht ganz ausgestorben. Die Ruinen hätten sicher viel zu erzählen und man kann sich vorstellen, dass das Leben an diesen Orten kein einfaches war.


Je weiter wir Richtung Campiolo zurück kommen, desto mehr tauchen wir wieder in die Zivilisation ein. Eine Brücke über den Fluß und ein Eisenbahntunnel beenden dann diese verlassene Landschaft und schon sind wir wieder auf der Straße und beim Auto.

Zum Abschluss gönnen wir uns in Chiusaforte noch ein italienisches Gelato, direkt an der Ciclovia Alpe Adria, dem berühmten Radweg ans Meer, beobachten wir nicht nur die Radfahrer, sondern auch die Gewitterwolken, die von Süden heraufziehen. Also nichts wie schnell ins Auto und ab in die Heimat 🙂

Auf jeden Fall war es ein gelungener Wanderausflug, den ich nur weiter empfehlen kann. Die Wanderung ist schon etwas anspruchsvoller, aber nicht gefährlich. Es gibt keine ausgesetzten Stellen oder lose Schotterfelder. Auf der Uhr hatte ich 4,5 Stunden in gemütlichem Tempo, 15 Kilometer und 795 Höhenmeter, also durchaus respektabel.
Die Wanderwege sind gut in Schuß und wirklich zu genießen. Wer möchte kann zum Abschluss auch noch im Fluss baden, dort gibt es einige schöne und ruhige Buchten.

Seid ihr schon mal in der Gegend unterwegs gewesen und könnt vielleicht eine andere Route empfehlen?

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and be fearless

Eure Trailbirdie

Wandertipp: Hochrindl-Runde

Heute möchte ich gerne von einer meiner letzten Wanderungen berichten. In den letzten Jahren habe ich die Region Hochrindl in den Kärntner Nockbergen als hervorragende Trainingsregion zum Trail- und Berglaufen für mich entdeckt. Von mir zu Hause schnell und unkompliziert zu erreichen, über der Waldgrenze, Aufstiege auf über 2.000 Höhenmeter möglich und vor allem verschiedenen Routen möglich. Für weitere Infos einfach mal auf die Homepage schauen.

Nun also mehr zu einer tollen Runde mit knapp 22 Kilometer Länge und 1.100 Höhenmeter im Aufstieg. Ich parke direkt beim großen Parkplatz im Ski- und Wandergebiet Hochrindl und mache mich auf den Wanderweg Richtung Weißes Kreuz und Lattersteig. Da hohe Temperaturen angesagt sind, bin ich schon um 07.30 Uhr am Parkplatz. Nach circa einer Stunde erreiche ich das Weiße Kreuz und mache dort eine erste kurze Rast. Es sind nur wenige Wanderer und auch ein Trailläufer unterwegs.

Der Wanderweg zweigt jetzt von der Forststraße ab und geht hinauf zum Lattersteig, vorbei an Kuhherden, die es sich in der sommerlichen Atmosphäre ganz gemütlich machen. Das Lattersteig-Schutzhaus erreiche ich nach circa 2,5 Stunden und 9 Kilometer. Es ist mein nächster Rastplatz, dort gönne ich mir eine Jause und genieße den Blick zurück und auf meinen weiteren Weg.

Nun wird es endlich felsiger und alpiner, der Weg ist nicht ausgesetzt, aber schon zum Aufpassen. Eigentlich eine schöne Kraxlerei zwischen den Felsblöcken. Ich erreiche die Gipfel Lattersteighöhe (2264 m), Torer (2.205 m) und Bretthöhe (2.320 m) und zum Abschluss den Großen Speikkofel auf 2.270 m Seehöhe, wo ich mir nach über 4 Stunden gemütlicher Wanderung nochmal eine Pause gönne und die Ausblicke auf die umliegende Bergwelt in Richtung Karawanken, Julische Alpen und Hohe Tauern genieße.

Weiter geht es über den Rücken des Gr. Speikkofels erst sanft und dann immer steiler hinunter Richtung Gurkgraben und zurück in Richtung Hochrindl. Nachdem ich noch zwei Schneefelder gequert habe geht es flotten Schrittes immer weiter nach unten, erst noch auf einem schmalen Wanderweg, der bald in eine Forststraße mündet. Vorbei an ein paar netten Almen mit grasenden Kühen bin ich bald am tiefsten Punkt im Gurkgraben auf 1.440 m Seehöhe angelangt. Dort rauscht die Gurk vom Berg herunter und ich gönne mir noch eine Erfrischung bei klarem Bergwasser. Die Abschlussetappe führt über die Forststraße dann nochmal bergauf, vorbei am Stoichartlift zurück zum Parkplatz.

Auf meiner Suunto Ambit 3 Peak habe ich eine Aufzeichnung von 21,77 Kilometer, 6 Stunden und 30 Minuten, 1.103 m im Aufstieg, 1.088 m im Abstieg und 29°C 🙂 Zahlt sich also auf jeden Fall aus.

Bist du öfters in dieser Region unterwegs und hast vielleicht auch einen Wandertipp für mich?

Highlander Extrem – Vom Zirbitzkogel nach Diex

Einen Tag lang wandern. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, über den Rücken der Seetaler Alpen, das Klippitztörl und die Saualpe bis nach Diex, durch zwei Bundesländer und immer unterwegs mit netten Leuten.
So könnte ich in wenigen Worten die Ultrawanderung, den Highlander Extrem am 15. Juni 2019, beschreiben.
Aber natürlich möchte ich dir die Details nicht vorenthalten, also der Reihe nach.
Das Abenteuer wollte ich nicht alleine angehen und so ergab es sich, dass ich ganz lieben Besuch aus Berlin bekam. Die Ausdauer-Coaches Hannah und Carsten beschlossen einen Kurzurlaub in Kärnten zu machen und diesen mit der Wanderung zu verbinden.
Also begaben wir uns um Mitternacht von Freitag auf Samstag mit dem Auto gemeinsam nach Diex. Von dort war ein Shuttlebus zur Tonnerhütte in Mühlen in der Steiermark organisiert. Das war einer der Ausgangspunkte für die Wanderung. Die zwei anderen Startpunkte waren die Winterleitenhütte und die Sabathyhütte.
Vor dem Start um 03.30 Uhr holten wir uns vom Organisator unseren Stempelpass mit drei Essensgutscheinen und eine Wanderkarte. Auch konnten wir uns noch bei einem kleinen Frühstück (gegen Gutschein), bestehend aus Tee/Kaffee, Bauernbrot, Butter und Marmelade, stärken.
Punkt 03.30 Uhr starteten wir und ich hängte mich beim Wanderführer Jürgen an. Ich beschloss gemütlich nach oben zu wandern und hatte somit auch noch eine tolle Unterhaltung mit meinem „privaten“ Wanderführer. Hannah und Carsten gingen etwas flotter Richtung Gipfel und einige andere Wanderer sind überhaupt schon früher gestartet. Leider hab ich nach unserem Gipfelsieg Jürgen erst im Ziel wieder getroffen.
Es war zwar noch finster, aber trotzdem ließ ich meine Stirnlampe im Rucksack, da um mich herum einige Wanderer Stirnlampen eingeschaltet hatten. Außerdem wurde es schnell dämmrig und als wir nach ca. 1,5 Stunden zum Schutzhaus am Zirbitzkogel kamen ging gerade die Sonne auf!
Das war wirklich ein besonderer und im Rückblick der schönste Moment der Wanderung. Endlich schaffte ich mal einen Sonnenaufgang auf meinem Hausberg 🙂


Nach kurzer Gipfelrast auf 2.396 m Seehöhe und einem stärkenden Kaffee mit Kipferl beim Schutzhaus machten wir uns auf den Weg Richtung Stoanahütte. Auf dem Weg dorthin konnte man schön sehen, warum die Wanderung den Namen Highlander trug. Die Landschaft gleicht tatsächlich den schottischen Highlands mit seinen sanft bewachsenen Hügeln und Felsformationen.


Nach ca. 3 Stunden tauchen wir wieder unter die Waldgrenze und die nächste Rast war bei der Stoanahütte. Dort verpflegten wir uns mit unserer eigenen Verpflegung, machten uns aber relativ schnell wieder auf den Weg.

Am Judenburger Kreuz vorbei erreichten wir bald die St. Martiner Hütte. Dort gab es Rührei und Speck, welches man gegen einen Essensgutschein eintauschen konnte.
Da wir nicht hungrig waren entschieden wir uns den Gutschein noch bis zum Naturfreundehaus am Klippitztörl aufzubehalten und dort gegen ein Mittagessen einzutauschen.
Nach einem kurzen Schwätzchen mit dem Hüttenwirt und einem Kaffee ging es also schon wieder weiter. Der Weg führte uns immer weiter entlang der Baumgrenze mit wirklich wunderschönen Aussichten auf die Umgebung Richtung Klippitztörl. Eine kleine Rast machten wir noch bei der Feldalmhütte, nach 5 Stunden Wanderzeit und mittlerweile 16 km auf der Uhr. Das Wetter war sehr angenehm, nicht zu heiß, manchmal kam die Sonne raus, aber großteils blieb es leicht dunstig.


Am Weg weiter sehnte ich mich langsam nach einem warmen Essen, immerhin ging es auch auf die Mittagszeit zu. Ein Packerl Mannerschnitten hat da nur kurz satt gemacht 😉 Das erste Mal kam uns der Weg jetzt schon etwas lange vor. Durch den Wald entlang zum Klippitztörl mussten wir durch einen Abschnitt wo sich die Forstarbeiter ausgetobt hatten, also war dort auch die Landschaft leider nicht so idyllisch.
Wir unterhielten uns gut und so verging auch diese Zeit dann relativ schnell und nach guten 7,5 Stunden und knapp 30 Kilometern Wanderung erreichten wir das Klippitztörl. Dort machten wir im Naturfreundehaus eine längere Pause, die war auch dringend notwendig. Es gab für den Gutschein entweder Frankfurter oder Gulaschsuppe. Die Kellnerin war so nett und ich durfte Frankfurter mit Gulaschsuppe essen 🙂 Außerdem füllten wir unsere Trinkflaschen auf und machten uns gut gestärkt auf den weiteren Weg.
Am Geierkogel war das nächste Gipfelkreuz, das erreichten wir innerhalb von 9 Stunden. Ich merkte, dass nach der Pause die Energie wieder da war und wir hatten wirklich Spaß zwischen den Felsen rauf zu gehen. Immer wieder trafen wir die gleichen Leute, alle waren in kleineren Gruppen unterwegs und es war ganz lustig sich zwischendurch auch mit den anderen Wanderern auszutauschen.


Am Stempelpass war als nächstes die Weissbergerhütte eingezeichnet, was mich etwas verwunderte, da sie doch abseits des Weges liegt. Und als wir nach 11 Stunden Wanderung am Eisernen Kreuz ankamen, schon mit Blick zum Gertrusk, den nächsten Gipfel, beschlossen wir so wie alle anderen nicht zu dieser Hütte zu gehen. Im Nachhinein stellte sich das auch als nicht korrekt im Stempelpass dar.
Also, Gertrusk und Ladinger Spitz, beide knapp über 2.000 m Seehöhe, waren die nächsten Gipfel. Beim Ladinger Spitz gönnten wir uns eine Gipfelrast mit Müsliriegel, immerhin waren wir da schon 11,5 Stunden unterwegs. Der typische Wind auf der Saualm ließ uns auch nicht los, so war es zwar nicht heiß, aber ohne Jacke war für mich kein Weiterkommen.


Die nächste Rast und Labestation sollte in der Wolfsberger Hütte sein, darauf freute ich mich, vor allem, weil ich diese Hütte noch nie besucht hatte, sondern nur vom Blick von der Saualm runter kenne. Dort kamen wir dann nach 12,5 Stunden an und rasteten uns aus. Nochmal die Trinkflaschen aufgefüllt und nett unterhalten machten wir uns auf die Abschlussetappe. Wir rechneten mit 2,5 Stunden, es wurden über drei, aber wenigstens hatten wir keine groben Anstiege mehr vor uns.
Womit allerdings niemand rechnete, da wir auch den Weg nicht kannten, waren die steilen Downhills Richtung Diex. Durch den Wald war es wirklich zach, vor allem für Hannah, die schon Knieschmerzen hatte, sich aber tapfer nach unten kämpfte. Wir schlossen uns einer anderen Wandergruppe an und ich denke, dass das für uns alle gut war. Einfach mal mit anderen Menschen sprechen, sich austauschen und einfach davon ablenken, dass wir schon über 14 Stunden unterwegs waren.
Es gab noch eine kleine Labestation bei der Wolfstratte, nur leider gab es dort für uns nichts mehr zu trinken. Gut, dass wir als Wanderer auch unsere eigene Verpflegung dabei hatten, vor allem die Trinkvorräte immer wieder aufgefüllt hatten. Allerdings waren dort zwei nette Männer von der Bergrettung, die uns motivierten, vor allem, weil sie meinten wir schaffen es bis 19.00 Uhr nach Diex. Das hieße nur mehr eine Stunde wandern 🙂


Naja, so gut waren wir nicht mehr in Form, also wurden aus einer Stunde zwei und wir konnten pünktlich um 20.00 Uhr und nach über 16 Stunden Wanderzeit endlich im Ziel ankommen. Da wir bei unserem Auto vorbei kamen tauschten wir auch gleich unsere Wanderschuhe gegen Flip Flops und machten uns gemütlich auf den Weg zum Ziel.

Endlich in Diex!


Nach dem wirklich schönen Wandererlebnis wurden wir leider im Ziel etwas enttäuscht. Es gab für uns und die anderen Wanderer, die mit uns und noch nach uns ankamen, leider nichts mehr zu Essen. Es wäre noch ein Gutschein für eine Pasta in unserem Wanderpass gewesen. Auch zu Trinken gab es nichts, aber da konnten wir uns im Gasthaus was kaufen. Der Organisator versprach noch Essen aufzutreiben, aber nach 16 Stunden Wanderung hatten wir keine Lust noch länger zu warten. Also schnappten wir uns unser Finishersackerl, trugen uns noch in die Ankunftsliste (für die Urkunden) ein und machten uns auf den Heimweg.
Da wir noch eine knappe Stunde zu fahren hatten, bestellte ich unterwegs bei meinem lieben Mann Pizza für zu Hause. Und die hat dann, noch dazu frisch geduscht, daheim fantastisch geschmeckt 🙂

Die Aufzeichnung meiner Suunto Uhr:

Mein Fazit:
Die Wanderung war einfach super! Das Wetter ideal, die Landschaft wunderschön, tolle Menschen unterwegs. Für mich war es etwas Besonderes, da ich viele Abschnitte kannte, aber die Gesamtheit hat mich nochmal überwältigt. Ich kann mir gut vorstellen diese Wanderung auch an 2 oder 3 Tagen mit Übernachtung auf den Hütten zu machen.
Die Organisation war anfangs auch sehr gut, mit dem Shuttle und Start hat alles wunderbar geklappt. Die Veranstalter hatten sich das erste Jahr an diese Ultrawanderung gewagt, und somit ist noch viel Potenzial da und ich denke, das werden sie auch auf Anregung von vielen anderen bestimmt für das nächste Jahr umsetzten.
Es wäre einfach schön, wenn auch die letzten Wanderer noch das Ziel genießen können. Von der Wanderparty im Ziel, lt. Programm, haben wir nix mehr mitbekommen. Etwas schade war auch, dass man von den Wanderern, die auf den kürzeren Strecken unterwegs waren überhaupt nichts mitbekommen hat. Für einen Preis von 75,00 EUR ohne Shuttle (das war extra mit 15,00 EUR) würde man sich auch bei jeder Labestation Verpflegung erwarten, nicht nur im Eintausch gegen die Bons (1 x Frühstück, 1 x Mittagessen, 1 x Pasta im Ziel). Da ließe sich sicher noch was optimieren.
Leider haben wir auch nirgends die Dudelsackspielerin angetroffen, mit der wir die Werbefotos für den Highlander gemacht haben.
Urkunden konnte man sich online ausdrucken, daran habe ich gesehen, dass über 200 Teilnehmer auf der langen Distanz unterwegs waren, also schon ganz schön viele für das erste Jahr der Veranstaltung.

Es war nicht meine erste Ultrawanderung, ich durfte schon drei mal die Wörthersee-Wanderungen mitmachen, im Sommer wie im Winter und da habe ich auch gemerkt, dass mit der Zeit die Organisation immer besser geworden ist. Als Veranstalter lernt man einfach immer was dazu.

Bist du schon mal auf einer Ultrawanderung unterwegs gewesen? Wenn ja, wie hast du das erlebt?

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Eure Trailbirdie

Photocredits: trailbirdie, Ausdauer-Coaches

Wanderung: Zirbitzkogel über Wildsee

Vor zwei Wochen hat mich das schöne Wetter in die Berge gelockt. Da ich am Weg in die Steiermark war nahm ich mir vor in St. Anna am Lavantegg bei der Waldheimhütte zu halten und von dort meine Lieblingsroute auf den Zirbitzkogel zu gehen.
Zur Waldheimhütte kommt man ganz bequem mit dem Auto über eine Forststrasse, gegen 2,00 EUR Mautgebühr kann man dort den ganzen Tag parken.
Direkt ab der Hütte sind diverse Wanderwege sehr gut gekennzeichnet. Ich nehme den Weg Richtung Wildsee, dabei komme ich bei der Maria in der Zirbe und dem Türkenkreuz vorbei.


Bevor der Weg über den Judenburger Pilgerweg nach Maria Waitschach abzweigt geht es rechts hinauf zum Wildsee, der schon auf knapp über 1.900 m Seehöhe liegt.
Mich beeindruckt diese Landschaft immer sehr. Es sieht aus wie der Krater eines Vulkans und überall liegen Riesenfelsbrocken verstreut herum. Der Wildsee hat eine einzigartige Lage und ist auf drei Seiten von einer steilen Bergformation umgeben. Die geschützte Lage des Wildsees ermöglicht eine artenreiche Vegetation. Alpenblumen von besonderer Schönheit und Farbenpracht finden hier ihre Heimat. Gespeist wird der Wildsee hauptsächlich vom Schneewasser und von kleinen Gebirgsquellen.


Dort mache ich dann immer eine kleine Pause und setze mich etwas oberhalb des Sees auf einen Felsen. Ich finde der Ort hat etwas Magisches an sich, man kann dort wirklich sehr gut zur Ruhe kommen. Außerdem sind nur wenige andere Wanderer dort unterwegs.
Nach der Rast mache ich mich weiter dem Wanderweg folgend Richtung Zirbitzkogel. Am Grat angekommen genieße ich nochmal den Blick zurück zum Wildsee. Nächster kurzer Halt ist der Fuchskogel. Von dort kann man schon sehr gut das Schutzhaus am Zirbitzkogel sehen.


Ich wandere weiter den Bergrücken entlang, vereinzelt kommen mir Wanderer entgegen, trotz des ausgezeichneten Bergwetters und nur mehr wenig Schnee sind überraschend wenig Wanderer unterwegs. Der Zirbitzkogel ist, weil auch über verschiedene und leichte Aufstiegswege erreichbar, ein sehr beliebtes Ausflugsziel.
Bevor ich in das Schutzhaus einkehre statte ich aber dem neuen Gipfelkreuz auf 2.396 m Seehöhe noch einen Besuch ab. Das alte Gipfelkreuz ist vor zwei Jahren einem gewaltigen Sturm zum Opfer gefallen.
Leider hatte ich an dem Tag keine gute Fernsicht, sonst kann man sehr schön zu den Karawanken, den Hohen Tauern, bis zum Großglockner und den Seckauer Alpen sehen.


Die Gipfelrast erledige ich auf der Terrasse beim Schutzhaus, bei feinster Bergsteigersuppe und Frucade. Nach einem Schwätzchen mit Hüttenwirt Werner mache ich mich auf den Abstieg, der führt mich über den Normalweg zurück zur Waldheimhütte. Zuerst über eine steile Bergstraße, die nur für den Unimog des Hüttenwirts befahrbar ist, dann weiter über einen sanften Wanderweg über die Alm bis der Weg wieder in den wunderbar duftenden Zirbenwald eintaucht. Sobald die Liftstützen zu sehen sind, weiß man es ist nicht mehr weit zum Ziel.


Auch die Waldheimhütte ist dann noch für einen Einkehrschwung zu empfehlen, an diesem Tag machte ich mich aber weiter auf den Weg nach Judenburg.
Für die gesamte Tour benötigte ich mit Pausen 4,5 Stunden auf knapp 15 Kilometer und 890 Höhenmeter. Für genauere Informationen zu Wanderungen in dem Gebiet einfach auf diese Homepage schauen.

Hast du auch eine Lieblings-Wanderroute?

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Eure Trailbirdie

Photocredits: Trailbirdie

The Highlander – Das Wanderevent im Süden Österreichs

Von den Seetaler Alpen zur Saualpe, genauer gesagt vom Zirbitzkogel über das Klipptiztörl und die Saualpe nach Diex.
Dieses Wanderevent findet am 15. Juni 2019 zum ersten Mal statt. Und da die Wanderung auf meinem Hausberg, dem Zirbitzkogel startet, ist es natürlich klar, dass Trailbirdie dabei sein wird.
Es gibt die Möglichkeit die ganze Distanz von 52,2 Kilometer und 1.875 Höhenmeter zu wandern oder die kürzere Variante mit Start am Klippitztörl mit 27 Kilometer und 835 Höhenmeter.
Für alle, die eine gemütliche kurze Wanderung machen wollen gibt es noch einen Startpunkt bei der Wolfstratte und einer Strecke von 8,5 Kilometer nach Diex.
Die Gegend um den Zirbitzkogel kenne ich, da ich in Judenburg aufgewachsen bin natürlich sehr gut. Es gibt verschiedene Aufstiegsrouten, zum Beispiel von der Winterleitenhütte, der Sabathyhütte oder der Tonnerhütte, bei welchen auch der Highlander startet.
Ich persönlich gehe oder laufe oft von der Waldheimhütte weg, über den Wildsee und Fuchskogel zum Gipfel und den Normalweg zurück zur Waldheimhütte.


Um wieder zurück zum Highlander zu kommen, die Veranstalter (die Agentur Alpin Süd) beschreiben die Wanderung folgend:

Vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zur Zeit des Sonnenhöchststandes!
Die Seetaler Alpen und die Saualpe gehören zu den schönsten Alm- und Berggebieten Österreichs, mit einem insgesamt 50 Kilometer langen Höhenzug, der sich von Norden nach Süden erstreckt.
Dieses einzigartige Wanderevent verbindet eine großartige Landschaft die den schottischen Highlands gleicht und begeisterte Wanderer, die es sich zutrauen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang die Strecke zu bewältigen.
Als Lohn ihrer Leidenschaft dürfen sie sich „Highlander“ nennen und werden entsprechend geehrt!
Das Besondere ist die Tatsache, dass die Wanderung fast durchgängig am Bergrücken zwischen 1600 und 2396 Meter entlangführt und einen uneingeschränkten Panoramablick in alle Himmelrichtungen bis zum Horizont freigibt. Daher ist die gesamte Strecke durchwegs alpin und stellt besondere Herausforderungen an die Teilnehmer dar! So ist neben Kondition, vor allem Orientierungssinn trotz guter Markierung, Grundkenntnisse der Ersten Hilfe und der Wetterkunde Voraussetzung einer Teilnahme. Aber das sollte nicht abhalten, den weniger Geübten stellen wir geprüfte Wanderguides zur Seite, damit die Tour sicher bewältigt werden kann.

Am vergangenen Wochenende hab ich mir mal einen Überblick über die Lage auf der Wanderstrecke verschafft. Am Zirbitzkogel und auf der Saualpe liegt noch etwas Schnee, aber ich denke, der wird in den nächsten drei Wochen sicher noch zurück gehen. Immerhin sind ab nächster Woche schon die ersten 30 Grad angesagt 🙂


Die Strecke an sich ist eine wunderschöne Wanderstrecke ohne ausgesetzte Passagen und trotzdem immer über 1.600 Meter Seehöhe, was einen wunderbaren Rundumblick auf die umgebende Landschaft und die Bergwelten in Kärnten und der Steiermark bietet. Bei gutem Wetter wird man bis zum Grossglockner und zu den Julischen Alpen schauen können! Und ganz schottisch stilecht wird auch eine Dudelsackspielerin unterwegs sein, ich durfte schon eine kleine Kostprobe hören, das wird auf jeden Fall einzigartig.

Ich freue mich schon sehr darauf, diese Strecke mit Freunden aus Berlin und vielen weiteren wanderbegeisterten Menschen gehen zu dürfen.

Wen du dich noch für eine Teilnahme interessierst, es gibt noch freie Plätze, die Anmeldung geht ganz einfach auf der Homepage des Veranstalters.

Ja, es handelt sich um eine organisierte Veranstaltung, mit Nenngeld. Allerdings gibt es eine ausgezeichnete Organisation mit Labestationen in verschiedenen Almhütten, Abholservice an 4 Streckenpunkten, Wäschetransport und Rückfahrmöglichkeit zum Ausgangspunkt. Im Ziel erhält jeder Teilnehmer noch Pasta und ein Getränk, sowie eine Highlander Urkunde, Medaille und ein Erinnerungsfoto.
Trotzdem ist es wichtig, dass man sich als Teilnehmer auf die Strecke einstellt, 13-16 Stunden zu Fuß unterwegs sein kann und sich der eigenen Verantwortung am Berg bewusst ist!

Bin schon gespannt, wen ich von meinen Berg- und Trailfreunden am 15. Juni treffen werde 🙂

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Eure Trailbirdie

Empowerment – Für mehr Frauen im Sport

In den letzten Wochen war es etwas ruhig auf meinem Blog. Das liegt zum einen daran, dass ich beruflich etwas mehr eingespannt war, zum anderen aber auch daran, dass ich kaum neue Abenteuer erlebt habe von denen ich berichten könnte.
Doch, es gab ein Abenteuer, der Nachbericht dazu ist aber noch in der Warteschleife und wird demnächst veröffentlicht. Also dran bleiben 😉

In der Zwischenzweit wurde ich von einer lieben Lauffreundin und 261 Coach Kollegin, Hannah von den Ausdauercoaches, gefragt, ob ich Lust hätte in ihrem Projekt #frauenimsport mitzuwirken.
Da es mir immer ein Anliegen ist Menschen, insbesondere Frauen zu mehr Sport zu ermutigen habe ich natürlich zugesagt.
Und so ist es jetzt an der Zeit mir über das schöne Wort „Empowerment“ so meine Gedanken zu machen und diese mit euch zu teilen.
Was bedeutet nun Empowerment eigentlich? Laut Wörterbuch übersetzt als Ermächtigung, Bevollmächtigung oder Handlungsfähigkeit bedeutet es für mich auch die Möglichkeit jemanden anderen dazu zu bringen seine eigenen Stärken zu erkennen und zu nutzen.
Das ist etwas was im Sport sehr gut umgesetzt werden kann und ich zusammen mit meinen Kolleginnen vom Club 261 in Österreich, und mittlerweile weltweit, in den verschiedensten Lauftreffs seit Jahren mache.


Durch das Laufen bringen wir Frauen zusammen. Sie netzwerken, tauschen sich aus, lernen viel über sich und ihre eigenen Stärken kennen.
Das ganze ohne Leistungsdruck, sondern mit dem Ziel sich gesund zu bewegen und sich selbst besser kennen zu lernen. Es ist immer wieder schön zu beobachten, wie Frauen sich dann mehr zutrauen. Sie trauen sich schneller zu laufen, länger zu laufen, mit anderen Menschen zu laufen.
Bei den 261 Lauftreffs ist uns wichtig, dass wir uns vernetzen, lernen gesund und ökonomisch zu laufen und auch soziale Kontakte durchs Laufen zu pflegen. Wir machen Laufreisen, erzählen unsere Geschichten an öffentlichen Plätzen und versuchen so noch mehr Frauen zu ermutigen den ersten Schritt zu machen.


Frauen trauen sich auf einmal zu Lauf-Veranstaltungen zu fahren, sogar an Wettbewerben teilzunehmen und erkennen, dass sie viel mehr können, als sie sich selbst zugetraut hätten.
Dadurch nehmen sie natürlich auch Stärke ins Alltagsleben mit, in die Familie, in den Job. Es sind nicht nur tolle Freundschaften entstanden, sondern auch Geschäftsbeziehungen. Frauen hab sich selbständig gemacht und ihr Leben grundlegend verändert.
Und dazu würde ich euch gerne ein Beispiel aufzeigen. Andrea, eine langjährige liebe Freundin und Laufkollegin von mir ist nicht nur 261 Coach, sondern auch mittlerweile selbständig als Fitness- und Gesundheitstrainerin für Kinder und Erwachsene. Ich habe mit ihr über ihren Werdegang und über Empowerment gesprochen:

  • Hallo Angi, heute schon Sport gemacht?
    Aber klar doch Astrid! Mein Tag hat schon mit einem super (nassen) Outdoortraining begonnen. Nicht weil ich schwimmen war, nein, sondern weil es geregnet hat. Da bewahrheitet sich dann wieder mein Lieblingsspruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung :-)“ Aber nicht jedes Training findet bei mir im „Nassen“ statt – komme gerade von einer Indoortrainingseinheit.
  • Welchen Stellenwert hat Sport bzw. Ausdauersport in deinem Leben?
    Definitiv einen sehr hohen! Er ist nicht nur mein Hobby, sondern auch gleichzeitig mein Beruf und JA ich liebe es!
  • War das immer schon so?
    Sport hat schon immer einen (relativ) hohen Stellenwert in meinem Leben eingenommen. Relativ deshalb, weil es mal mehr und mal wieder etwas weniger war. Ich habe immer gerne neue und vor allem verschiedene Sportarten ausprobiert. Jetzt ist es halt sehr viel mehr – denn seit über 2 Jahren bin ich als selbständige Dipl. Fitness- und Gesundheitstrainerin für Erwachsene und Kinder tätig.
  • Was bedeutet für dich „Empowerment“?
    Hmmm da musste ich jetzt etwas länger nachdenken 🙂 Aber für mich bedeutet es die Entdeckung und Förderung meiner eigenen Stärken und Potenziale, Selbstbestimmung und Gestaltung meines eigenen Lebensweges.
  • Wieso bist du dem Laufnetzwerk für Frauen und Mächen – Club 261 beigetreten und was ist dir in deiner Rolle als 261 Coach wichtig?
    Ja wie bin ich zum Club 261 gekommen? Eine gute Freundin von mir hat ständig von den lustigen Lauftreffs geschwärmt und dann bin ich einfach mal mitgegangen und quasi geblieben 😉 Ja und irgendwie hat es sich dann im Laufe der Zeit ergeben, Coach zu werden, um gemeinsam mit den anderen Coaches Frauen zum Laufen zu bringen. Aber nicht nur dahin zu bringen und zu ermutigen, sondern auch langfristig zum Durchhalten zu motivieren. Somit ist mir die Motivatorrolle sehr wichtig als Coach.
  • Man kann also sagen, dein Leben hat sich durch den Sport geändert? Bist du durch den Sport mutiger geworden?
    Ja definitiv, vor allem ins positive! Ich bin nicht nur fitter, vitaler, gesünder, weniger (bis nie) krank sondern auch lebenslustiger, glücklicher und vor allem ausgeglichener, um nur ein paar positive Veränderungen zu nennen 🙂
    „Tu deinem Leib des öfteren etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen (Teresa von Avila)“, dieser Spruch hat sich definitv bewahrheitet.
    Hab gerade überlegt ob sich mein Leben dadurch auch ins Negative gewendet hat! Hihi… Mir würde nur der (liebe) Muskelkater einfallen, vor allem nach einem Rennen. Aber das wars dann auch schon 😉
  • Welchen Rat kannst du Frauen geben, die sich nicht zutrauen laufen zu können?
    Liebe Frauen: ihr seid so starke Wesen und schafft so viel! Warum soll es dann nicht auch mit dem Laufen klappen? Auch wenn ihr nicht von Anfang an eine gewisse Distanz (die nebenbei so nebensächlich ist!) durchlaufen könnt, soll es euch nicht vom Beginnen abschrecken. Denn mit jedem Mal werdet ihr Besser und Stärker – Durchhalten lautet also die Devise, denn ganz egal wie lange ihr läuft, die Hauptsache ist, dass ihr läuft!
  • Hast du sportliche Ziele, die du in der Zukunft umsetzten möchtest?
    Ja heuer nehme ich noch an ein paar Wettkämpfen teil wie z.B. dem Grazathlon, Erzberg Dirtrun, Kärnten Läuft, Linzathlon, Grazmarathon etc… Und was halt so dazwischen noch kommt 🙂 Längerfristig: immer in Bewegung bleiben und so wie die leider kürzlich verstorbene Legende Niki Lauda gesagt hat: “So lange ich gesund und fit bin, mache ich weiter. Stillstand ist das Langweiligste, was es gibt.”

Vielen Dank für deine Zeit und weiterhin alles Gute auf deinem Weg! Wer sich für Angis Fit und Fun Angebot interessiert schaut am Besten auf ihre Homepage

Man sieht also, dass man durch Sport sehr viel in seinem Leben erreichen kann. Ich denke gerade für Frauen ist das wichtig, weil sie sich einfach noch immer zu oft selbst unterschätzen.

Power aus dem Sport = Power fürs Leben


In meinem Läufernetzwerk begegnen mir oft Frauen, die stark sind und Selbstvertrauen besitzten, aber es tatsächlich auf den Sport zurückführen und ganz erstaunliche Geschichten über ihren Werdegang erzählen können. Falls du noch nicht überzeugt bist, such dir einfach einen Lauftreff in der Nähe und sprich mit den Menschen, du wirst sehen es ist ganz einfach!

Das bringt mich noch zu einer meiner Herzensangelegenheiten: FRAUEN TRAUT EUCH… RAUS AUF DIE TRAILS!!!!


Als begeisterte Trailläuferin finde ich es immer noch sehr traurig, dass bei Laufveranstaltungen, egal ob Wettkämpfe oder Lauftreffs oder sonstige Zusammentreffen von Traillaufbegeisterten, meistens nur Männer anzutreffen sind. Die Frauen sind deutlich in der Unterzahl.
Vorallem, wenn es längere Läufe sind, also über 20 km. Liegt es tatsächlich daran, dass sich Frauen nicht trauen? Aber wovor haben sie Angst?
Ich selbst bin schon bei Lauftreffs als einzige Frau mitgelaufen oder als Last Finisherin in ein Ziel eingelaufen und ich hatte trotzdem immer Spaß und wurde immer motiviert und angefeuert. Denn gerade die Trailläufer sind ein äußerst zuvorkommendes und lustiges Völkchen. Auch bei Wettkämpfen findet sich immer jemand zum ratschen, motivieren und gemeinsam laufen.
Nicht nur in Österreich, auch in Deutschland und Italien hab ich das schon erlebt. Ja klar, man wird dreckig, das gehört dazu. Und es braucht Zeit, ist halt nicht in einer Stunde abgetan.
Aber das nur kurz zu dem Thema, ich denke das werde ich in einem weiteren Blogpost noch eingehender beleuchten 🙂

Also, ich kann die Frauen unter euch nur auffordern, geht raus und habt keine Angst! Seid laufend mutig, um es mit dem Motto des Club 261 nochmals zu verdeutlichen.

Wenn du mehr über das globale Netwerk von 261 erfahren willst schau einfach mal auf der Homepage vorbei, vielleicht ist in deiner Nähe ein Lauftreff? https://club261.com/ oder http://www.261fearless.org/

Wie würdest du Empowerment für dich beschreiben?

Keep on running and be fearless

Eure Trailbirdie

Bilder: trailbirdie, Andrea Gangl, Club 261

Skitourentipp: Astental im Nationalpark Hohe Tauern

Zufällig hab ich vor einiger Zeit auf Facebook eine Veranstaltung gefunden: Skitourenseminar im Astental. Nachdem ich mich schlau gemacht hatte wo denn das Astental bzw. das Sadnighaus, auf dem die Übernachtung angeboten wurde, überhaupt ist, beschloss ich mich dafür anzumelden.
Organisiert wurde das Wochenende von den Naturfreunden Kärnten und der Bergsportagentur Alpin Süd. Nächtigung im Sadnighaus auf 1.840 Meter Seehöhe mit Halbpension und mindestens zwei schöne Skitouren sowie eine LVS-Übungen waren ausgeschrieben. Da in Kärnten die Möglichkeiten für Skitouren heuer etwas begrenzt waren, war das für mich eine gute Möglichkeit endlich mal mit den Tourenski in die Berge zu kommen.
Vor allem mal im Nationalpark Hohe Tauern, mit Schneesicherheit und Blick auf die 3.000er in der Umgebung.
Die Anreise am Freitag abend war sehr unkompliziert, da im Tal gar kein Schnee mehr lag und auch die Bergstraße zum Sadnighaus nahezu schneefrei war. Durchs Mölltal fährt man bis Mörtschach (also Richtung Heiligenblut) und biegt dort rechts ab. Das Sadnighaus ist gut angeschrieben. Von der Unterkunft war ich absolut positiv überrascht. Schöne Zimmer mit Stockbetten, neue sanitäre Anlagen, Sauna, nette Wirtsleute und eine haubenverdächtig ausgezeichnete Küche!


Am ersten Abend waren nur wenige der insgesamt 23 Teilnehmer anwesend, die meisten sind am Samstag in der Früh eingetroffen. Auch unser Bergführer Leo kam erst am Samstag zur Truppe und führte uns am ersten Tag sicher auf den Mohar bzw. die Kluidhöhe.
Erst hatte ich Bedenken, dass wir bei einer so großen Gruppe nur einen Bergführer hatten. Normalerweise sollten die Gruppen kleiner sein, maximal 8 – 10 Personen ist angenehm. Es war aber dann so, dass wir uns in zwei Gruppen teilten und die Teilnehmer abwechselnd die Gruppen führten. Leo kümmerte sich um die Gruppe, die auf den Mohar wollte und Robert von Alpin Süd um die andere Gruppe, welche die Kluidhöhe als Ziel hatte.
Ich war mit der zweiten Gruppe unterwegs und nachdem sich auch der Nebel lichtete wurde es eine fast kitschige Skitour. Sonnenschein, kaum Wind und eine traumhafte Aussicht von der Kluidhöhe zum Grossglockner, Hohen Sonnblick und weiteren unzähligen Gipfel der Hohen Tauern. Auch die Abfahrt war super, bis auf die letzen Höhenmeter, wo es einfach schon zu warm war. Bei der Abfahrt wechselten wir uns auch wieder am, um den Weg zum Ausgangspunkt zurück zu finden.


Nach einer stärkenden Kaffeejause stand am Nachmittag eine LVS-Übung am Programm. Auch diese war trotz der großen Gruppe recht kurzweilig und jeder konnte einmal mit LVS suchen und mit Schaufel und Sonde arbeiten.
Der Abend klang nach zwei angenehmen Saunagängen gemütlich bei einem wunderbaren Menü und netten Gesprächen mit den anderen Teilnehmern aus.


Für den Sonntag war die Wettervorhersage nicht gerade rosig. Nebel, Wind, eventuell sogar Schneefall war angesagt. Der erste Blick in der Früh aus dem Fenster wischte allerdings alle Sorgen weg – strahlender Sonnenschein! Treffpunkt 08.00 Uhr im Seminarraum, dort lernten wir Ernst kennen, unseren Bergführer für den Sonntag. Und da wir das Wetter ausnutzen wollten hielten wir uns nicht lange auf. Um 08.30 Uhr LVS-Check und dann ging es schon los, Richtung Stellkopf. Circa 1.000 Höhenmeter warteten auf uns.
Wir machten uns auf den Weg durch eine wiederum wunderschöne Schneelandschaft. Nach circa einer halben Stunde wurden wir dann in kleine Gruppen eingeteilt, die Aufgabe war den ökonomischsten und sichersten Weg zum Gipfel zu finden. Wir sollten uns beim Führen abwechseln. Immer wieder kam Ernst zu den einzelnen Gruppen, gab uns Tipps und motivierte uns. Das zerstreute meine Bedenken endgültig, ich fühlte mich sehr gut aufgehoben, obwohl wir nur einen Bergführer für 23 Personen hatten. Vor allem lernte ich sehr viel, um mich sicher in den Bergen zu bewegen.


Ich war mit vier anderen Teilnehmern unterwegs, wir verstanden uns sehr gut und jeder konnte seine Aufgabe super erfüllen. Nach circa dreieinhalb Stunden erreichten wir den Gipfel auf 2.840 Meter Seehöhe. Da fing das Wetter an umzuschlagen, die Schlechtfront kam auf uns zu und so hielten wir uns gar nicht lange auf, sondern machten uns gleich auf den Weg hinunter.
Die letzte Stunde des Aufstiegs war für mich sehr anstrengend, ich dachte es wäre die ungewohnte Höhe. Bei der Abfahrt hatte ich ständig das Gefühl, dass mir unwohl wird. So ähnlich wie beim Autofahren, wenn ich hinten sitze und viele Kurven zu fahren sind. Da mich ein simples Cola im Sadnighaus dann aber wieder auf Vordermann brachte, lag es doch an einer Unterzuckerung, also hatte ich einfach zu wenig Energie über die Nahrung zu mir genommen. Naja, man lernt immer was dazu 🙂
Trotzdem war die Abfahrt schön, die Sicht war zwar nicht die Beste, aber ich hatte keine Probleme durch den teilweise schweren Schnee zu kommen und war echt happy, dass es mir im Endeffekt so gut gegangen ist. Das war für mich die bisher längste Abfahrt durchs Gelände.
Nachdem alle wieder gut beim Sadnighaus angekommen waren gab es noch eine kleine Nachbesprechung bei einem Getränk und schön langsam machten sich alle wieder auf den Heimweg.

Mein Fazit: Eine gelungene Veranstaltung, das Astental ist eine wunderschöne Region für Skitouren. Bei Lawinenwarnstufe 2 konnten wir uns sehr sicher durch das Gelände bewegen. Ich habe viele Tipps für mich mitgenommen und fühle mich in Zukunft noch sicherer in den Bergen. Außerdem werde ich sicher wieder aufs Sadnighaus zurück kommen, denn das Essen dort ist einfach ein Wahnsinn! Abgesehen davon war es mal ein schöner Rückzug in eine Welt ohne Internet, Computer und Telefon. Die einzige Verbindung zur Aussenwelt war ein WLAN Router im Vorzimmer des Gästehauses von wo ich zumindest ein Lebenszeichen nach Hause schicken konnte 😉

Seid ihr schon mal in der Region gewesen? Habt ihr vielleicht Tipps wo es noch ein paar schöne Möglichkeiten für Skitouren oder Wanderungen dort gibt?

Keep on running

and be fearless

Eure Trailbirdie

Photocredits: Trailbirdie, Gudrun Egger

Was machen Trailläufer im Winter?

Natürlich laufen! Allerdings gibt der Winter schon gute Möglichkeiten neben dem Laufen durch Alternativsportarten Ausdauer und Kraft zu trainieren. So bringt man durch Abwechslung auch jede Menge Spaß in den Trainingsalltag.
Ich persönlich gehe wahnsinnig gerne Skifahren und Skitouren. Im vergangenen Winter ist fast ganz Österreich unter einer meterhohen Schneedecke versunken. „Fast“, nur in Kärnten hatten wir leider wenig Schnee. Für mein Wintersportlerherz fast zu wenig.
Trotzdem sind sich ein paar schöne Skitouren und auch ein geniales Skitechniktraining in Heiligenblut ausgegangen.

So war ich zum Beispiel wieder auf der Grebenzen, auf der Flattnitz oder auch in den Karawanken mit den Tourenski unterwegs. Beim Tourenskilauf trainiert man Ausdauer und Kraft. Auch bei der Abfahrt durch das Gelände ist Kraft und Ausdauer gefragt. Und vor allem Geduld, da man sich oft erst einen guten Weg suchen muss.
Skifahren dagegen ist für mich ein tolles Krafttraining, da der Fokus auf der Abfahrt auf der Piste liegt und man sich zwischendurch immer wieder schön beim Liftfahren erholen kann.
Ein Highlight war für mich die Hochrindl, die ich bisher nur vom Traillaufen kannte, als Skigebiet kennen zu lernen. Super Naturschnee, ausgezeichnet präparierte Pisten, nicht allzuviele Menschen unterwegs und durchaus anspruchsvolle schwarze und rote Pisten. Und das Beste, schnell für mich zu erreichen.

Die Kälte in Kärnten hat dazu beigetragen, dass sämtliche Seen und Teiche zugefroren sind und so sind sich auch ein paar Eislaufrunden bzw. Eishockey „Matches“ 😉 ausgegangen. Eislaufen ist für mich hauptsächlich Spaß und da Eishockey in Kärnten der Volkssport ist, geht natürlich kein Eislaufen ohne Eishockeyschläger.
Aber auch wenn man gemütlich seine Runden zieht tut man sehr viel für seine Ausdauer und auch für die Technik.

Da im Tal der wenige Schnee allerdings sehr schnell weg war bin ich schon seit einiger Zeit wieder auf meinen Hometrails unterwegs. Im Frühling ist das besonders schön, weil die Natur erwacht. Die Sonne wird wieder stärker und ich fühle mich mit mehr Energie versorgt.
Einzig meine Allergien gegen diverse Laubbäume und Sträucher wollen mir einen Strich durch die Rechnung machen. Das kann ich mit Medikamenten recht gut im Griff halten und achte darauf, dass ich über meine Ernährung auch genügend Vitamine zu mir nehme.

Was im Winter allerdings schon passieren kann ist, dass man sich mal wieder auf ein Abenteuer einlässt und so werdet ihr in der nächsten Zeit auch etwas über mein Training für einen Treppenmarathon erfahren 🙂


Weiteres dazu demnächst. Hier noch ein paar Impressionen von meiner letzten Skitour mit dem Alpenverein Klagenfurt in den Karawanken.

Welche Sportarten verkürzen euch so den Winter?

Keep on running and be fearless

Eure Trailbirdie

Wörthersee Extrem – Neujahrswanderung

Wir haben es wieder getan! Neujahrswanderung rund um den Wörthersee 🙂

Für mich war es die dritte Neujahrswanderung nach 2016 und 2017. Einmal bin ich auch im Sommer gewandert und den Wörthersee Ultratrail 2018 mitgezählt war es für mich das fünfte Mal, dass ich den Wörthersee in einem Stück am Wanderweg umrundet habe.
Und jedes Mal wieder ist es eine neue Erfahrung. Zum zweiten Mal war ich mit Angi und Steffi, Laufkolleginnen vom Club 261 unterwegs. Und auch Petra und Edith von unserem Laufclub waren mit von der Partie.
Natürlich waren auch wieder viele Traillauffreunde dabei.


Die Organisation war diesmal etwas anders. Zum ersten Mal war die Wörthersee Tourismus GmbH als Veranstalter verantwortlich und mit den Jungs und Mädels vom Verein Mach3Endurance Team, die Wanderguides stellten und die Verpflegungsstationen betreuten waren Profis mit dabei.

Wir ließen uns am Freitag, dem 04. Jänner gegen 22.30 Uhr nach Velden bringen. Starterpaket und Infos zum Ablauf bekamen wir im Gemeindeamt von Velden, Start war dann im Kurpark gegenüber.
Es gab einen großen Zuspruch im Vorfeld, alle Tickets (200 an der Zahl!!) waren schon vor Silvester ausverkauft. Zum Leidwesen von vielen Wanderern, die sich kurzfristig zur Wanderung anmelden wollten.
Es gab noch ein paar Tickets für die Nachmeldung und so waren 220 Personen am Start. Also vormerken, bei der nächsten Wanderung rechtzeitig anmelden!


Im Starterpaket (Vorverkaufspreis 45,00 EUR) war enthalten: Wanderkarte, Trinkbecher, Gutschein für Pasta im Casino Velden nach der Wanderung, La Sportiva Stirnband und alle Infos zur Wanderung nochmal als Flyer.
Weitere Leistungen im Paket: 5 Verpflegungsstationen indoor, Möglichkeit für Fussmassagen entlang der Strecke und im Ziel, Erinnerungsfoto Foto Box, Finisher Medaille und Urkunde, Abholservice an den Verpflegungsstationen bei Abbruch.
Und ich muss ehrlich sagen, das war den Preis wert. Die Verpflegungsstationen waren top (einziger Wermutstropfen war, dass die Station in Klagenfurt, die Villa Lido, erst um 06.00 Uhr aufmachte). Es gab Tee, Kaffee, Suppe, Kuchen, später auch Speckbrote, Käsebrote, etc.
Es gab drei Wanderguides, die mit Zielzeiten von 12, 13 und 14 Stunden unterwegs waren. Und der Abschluss im Cafe des Casino Velden mit Pasta, Glücksrad und Foto Box war einfach genial!

Gemeinsam mit den Mädels vom Club 261 starteten wir gleich mit Aurelien, dem ersten Guide und verließen in flottem Tempo Velden. Entlang des Wörthersee Wanderweges ging es rasch durch den Wald zum Trattnigteich. Im dortigen Gasthaus war die erste Verpflegungsstation.
Obwohl es gar nicht kalt war, ca. -4°C, und vor allem trocken, war es aber trotzdem angenehm eine kurze Pause mit heissem Tee, Reindling und einem komfortablen WC zu machen. Ausserdem wurden wir trotz der Nachtzeit um ca. 01.30 Uhr sehr freundlich bewirtet!
Wir machten uns aber recht schnell wieder auf den Weg Richtung Pyramidenkogel. Da beim Turm kein Programmpunkt geplant war ließen wir den Gipfel quasi rechts liegen und machten uns direkt auf den Weg weiter nach Reifnitz. Noch waren wir inmitten einer Gruppe von anderen Wanderern unterwegs.
Gegen 03.00 Uhr erreichten wir Reifnitz, im dortigen Gemeindeamt konnten wir uns wieder bei Tee, Broten und Kuchen stärken. Alle drei Guides waren noch nah beieinander, wir verließen wieder kurz nach dem ersten die Verpflegungsstation und machten uns weiter auf den Weg in Richtung Spintikteiche, Maiernigg Alm und schlußendlich nach Klagenfurt.
Wir kamen mit ein paar anderen Wanderern ins Gespräch und fanden dabei raus, dass doch einige aus der Steiermark an den Wörthersee für die Wanderung gekommen waren 🙂
Zu unserer Überraschung waren wir schon um 05.30 Uhr bei der Villa Lido (was das ausmacht den Gipfelweg zum Pyramidenkogelturm auszulassen 😉 ) und trafen auf die fleissigen Helfer vom Mach3Endurance Team, die uns gut verpflegten obwohl die Villa Lido noch nicht aufgesperrt hatte.
Im Freien wollten wir uns allerdings nicht lange aufhalten und so machten wir uns noch vor Aurelien mit seiner Gruppe auf den Weg rauf zur Zillhöhe. Irgendwie verließ uns da etwas die Motiviation, denn es war noch immer finster!!!! Bei meinen letzten Wanderungen war Klagenfurt immer der Ort wo es hell wurde, da wir aber diesmal so schnell unterwegs waren trotteten wir in der Finsternis weiter bis zum Gut Drasing.
Dort merkten wir, dass der Himmel endlich heller wurde und ließen uns auf einer Aussichtsliege kurz nieder um einen Schluck Tee und einen Bissen Schokolade einzunehmen.
Gott sei Dank wurde es dann doch schnell ganz hell und um ca. 07.40 Uhr erreichten wir Pirk, dort gab es im Gasthaus Pirker Hof die nächste Verpflegungsstation. Ich gönnte mir eine Suppe und danach Kaffee und Kuchen. Es gab die Möglichkeit sich die Beine massieren zu lassen, allerdings nahmen wir die nicht in Anspruch und machten uns kurz nach 08.00 Uhr wieder auf den Weg. Den Pirkerkogel ließen wir schnell hinter uns.


Das nächste Stück über Geisrücken und Bannwald war dann schon etwas anstrengend, aber durch Plaudereien untereinander und mit anderen Wanderern vertrieben uns die Zeit und so waren wir bald in Pörtschach angelangt und konnten den Blick von der Hohen Gloriette über den Wörthersee genießen.
Joschi und Harry, die beiden Kärntner Star-Moderatoren von diversen Sportveranstaltungen bekannt, waren mit uns unterwegs und nutzen den Stopp auf der Gloriette für ein paar Interviews 🙂
Schnellen Schrittes machten wir uns weiter auf den Weg zur nächsten Verpflegungsstation in Sekull beim Gasthof Thadäushof. Dort waren wir so gegen 11.20 Uhr und die war einfach spitze. Es war echt schon hart und diese Pause mit super Verpflegung und lustigen Gesprächen war nochmal wichtig für die Motiviation. Dennoch merkten wir, dass wir die letzte Etappe etwas langsamer angehen würden. Wir machten uns gemeinsam mit Bernie, dem zweiten Guide und seiner Gruppe auf den Weg Richtung Forstsee.


Das war auch der einzige Abschnitt auf dem zum Aufpassen war, einige Eisplatten und vereiste schwierigere Passagen bergab waren am Weg. Aber da es ja kein Rennen sondern eine Wanderveranstaltung war machten wir da einfach etwas langsamer. Nach einem kurzen Foto-Stopp am Forstsee waren es dann nur mehr knapp vier Kilometer bis Velden.
Alle um uns herum waren gut aufgelegt, jeder freute sich, denn dass wir es alle gut ins Ziel schaffen würden war da schon klar.
Noch durch die Römerschlucht und schon waren wir auf der Straße in Velden und wieder mitten in der Zivilisation. Die letzten zwei Kilometer waren dann noch auf der Straße zu gehen, das war schon ein bißchen mühsam, aber mit den Gedanken im Ziel war es dann doch leichter. Am Casino vorbei, durch den Kurpark, überquerten wir um 13.20 Uhr das Ziel und die Freude war groß.


Organisator Gerhard überreichte uns die Finisher-Medaillen und eine Urkunde. Müde, aber glücklich machten wir uns auf die letzten Meter zurück ins Casino. Dort genossen wir dann mit anderen Wanderern Pasta und ein verdientes Bierchen.
Somit fand die Veranstaltung einen würdigen Abschluss.

Mein Fazit: Eine rundum perfekt organisierte Wanderveranstaltung in einer wunderschönen Region!

Wir sehen uns bei der Sonnwendwanderung, in der Nacht von 22. auf 23. Juni, oder?

Und wer selbständig am schönen Wörthersee die unzähligen Wanderwege, oder die Etappen des Rundwanderweges auschecken möchte, findet alles auf der Wandern am Wörthersee Website.

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Eure Trailbirdie

Bilder: Trailbirdie, ©Wörthersee Tourismus GmbH

Zum Jahreswechsel

Wahnsinn, wie schnell das Jahr 2018 vergangen ist.
Um es kurz Revue passieren zu lassen, es war schon ein fantastisches Sportjahr. Ich konnte wieder einige neue Laufrouten entdecken, neue Laufveranstaltungen besuchen, persönliche Rekorde verbessern und über meine Grenzen gehen.
Besonders hervorheben möchte ich dabei den Jolsport Kärnten Run auf der Hochrindl, das erste Mal für mich drei Trailbewerbe an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Noch dazu in meiner persönlichen Lieblingstrailregion, in den Nockbergen.
Und natürlich der Wörthersee Ultra Trail (WSUT), der mir auf 72 Kilometer wirklich alles abverlangte und mich an meine Grenzen brachte. Allerdings war es ein unglaubliches Gefühl dort über die Ziellinie zu laufen.
Nach der Tour de Tirol im Oktober gönnte ich mir eine längere Laufpause, Erholung war auch dringend notwendig. Laut meiner Suunto Aufzeichnung hatte ich da schon 1.300 Kilometer auf meiner Uhr. Was jetzt für einen Hobbysportler gar nicht so schlecht ist.
Ausserdem gibt es ja noch andere Dinge als Sport im Leben 😉 und so konnte ich mich wieder etwas mehr auf meine beruflichen Ziele konzentrieren.

Jetzt, quasi in den Weihnachtsferien, ist wieder Zeit um sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Gerade um den Jahreswechsel werden in der Laufcommunity natürlich Ziele fürs neue Jahr diskutiert und vorgestellt.
So mache natürlich auch ich mir meine Gedanken, wobei es zur Zeit nur zwei Fixsterne für mich gibt. Die zweite Auflage des Jolsport Kärnten Runs auf der Hochrindl (immerhin muss ich meinen dritten Platz verteidigen 😉 ) und der Karwendelmarsch stehen wieder am Programm.
Darauf freue ich mich sehr, nicht nur, dass ich wieder stundenlang im Karwendelgebirge herum rennen darf, sondern auch darauf wieder Trailfreunde aus Deutschland zu treffen und Tiroler Gastlichkeit zu genießen.

Auf jeden Fall sollte ich mir schön langsam Gedanken über einen Trainingsplan für das erste Event im Mai zu machen, ein bißchen Zeit ist dafür aber noch.
Erstmal stand der sportliche Jahreswechsel am Programm. Schon traditionell verbringe ich den mit meinen lieben Lauffreundinnen vom Club 261 und vielen anderen Kärntner Lauffreunden am Wörthersee. Am 31. Dezember stand am Vormittag der Silvesterlauf in Klagenfurt am Programm. Leider heuer in einer etwas abgespeckten Variante.
Letztes Jahr konnten wir noch gemütlich bei Pasta im Schloss Loretto das alte Jahr ausklingen lassen, heuer war nur mehr ein Zelt am Parkplatz für die Läufer zur Verfügung. Naja, wenigstens hatten wir gutes Laufwetter, trocken und nicht zu kalt.

Wie schon seit vielen Jahren üblich ging es am 01. Jänner dann zur Auftaktveranstaltung von Kärnten Läuft 2019, zum Neujahrslauf. Zum zweiten Mal fand dieser in Pörtschach statt. Start und Ziel beim Werzer Hotel, zwei gemütliche Runden durch Pörtschach, entlang der Promenade des Wörthersees. Diesmal bei traumhaftem Wetter, im Gegensatz zum Vorjahr als es voll geschüttet hat.

Um das neue Jahr noch wirklich trailbirdie style gerecht einzuläuten geht es am 05. Jänner dann eine Runde um den Wörthersee. Diesmal im gemütlichen Tempo und mit vielen Freunden werden wir beim Wörthersee Extrem dabei sein. Bericht dazu folgt dann natürlich umgehend 🙂
Ich hatte ja schon zweimal das Vergnügen, einmal in traumhafter Winterlandschaft und einmal bei -14°C. Bin schon gespannt was uns am nächsten Wochenende erwartet.

Somit wünsche ich auch euch einen guten Start ins neue Jahr. Viel Gesundheit, Glück und vor allem Spaß! Und natürlich viel Erfolg bei euren sportlichen Zielen 🙂

Happy New Year 2019

Keep on running

and be fearless

Eure Trailbirdie