Skitourentipp: Astental im Nationalpark Hohe Tauern

Zufällig hab ich vor einiger Zeit auf Facebook eine Veranstaltung gefunden: Skitourenseminar im Astental. Nachdem ich mich schlau gemacht hatte wo denn das Astental bzw. das Sadnighaus, auf dem die Übernachtung angeboten wurde, überhaupt ist, beschloss ich mich dafür anzumelden.
Organisiert wurde das Wochenende von den Naturfreunden Kärnten und der Bergsportagentur Alpin Süd. Nächtigung im Sadnighaus auf 1.840 Meter Seehöhe mit Halbpension und mindestens zwei schöne Skitouren sowie eine LVS-Übungen waren ausgeschrieben. Da in Kärnten die Möglichkeiten für Skitouren heuer etwas begrenzt waren, war das für mich eine gute Möglichkeit endlich mal mit den Tourenski in die Berge zu kommen.
Vor allem mal im Nationalpark Hohe Tauern, mit Schneesicherheit und Blick auf die 3.000er in der Umgebung.
Die Anreise am Freitag abend war sehr unkompliziert, da im Tal gar kein Schnee mehr lag und auch die Bergstraße zum Sadnighaus nahezu schneefrei war. Durchs Mölltal fährt man bis Mörtschach (also Richtung Heiligenblut) und biegt dort rechts ab. Das Sadnighaus ist gut angeschrieben. Von der Unterkunft war ich absolut positiv überrascht. Schöne Zimmer mit Stockbetten, neue sanitäre Anlagen, Sauna, nette Wirtsleute und eine haubenverdächtig ausgezeichnete Küche!


Am ersten Abend waren nur wenige der insgesamt 23 Teilnehmer anwesend, die meisten sind am Samstag in der Früh eingetroffen. Auch unser Bergführer Leo kam erst am Samstag zur Truppe und führte uns am ersten Tag sicher auf den Mohar bzw. die Kluidhöhe.
Erst hatte ich Bedenken, dass wir bei einer so großen Gruppe nur einen Bergführer hatten. Normalerweise sollten die Gruppen kleiner sein, maximal 8 – 10 Personen ist angenehm. Es war aber dann so, dass wir uns in zwei Gruppen teilten und die Teilnehmer abwechselnd die Gruppen führten. Leo kümmerte sich um die Gruppe, die auf den Mohar wollte und Robert von Alpin Süd um die andere Gruppe, welche die Kluidhöhe als Ziel hatte.
Ich war mit der zweiten Gruppe unterwegs und nachdem sich auch der Nebel lichtete wurde es eine fast kitschige Skitour. Sonnenschein, kaum Wind und eine traumhafte Aussicht von der Kluidhöhe zum Grossglockner, Hohen Sonnblick und weiteren unzähligen Gipfel der Hohen Tauern. Auch die Abfahrt war super, bis auf die letzen Höhenmeter, wo es einfach schon zu warm war. Bei der Abfahrt wechselten wir uns auch wieder am, um den Weg zum Ausgangspunkt zurück zu finden.


Nach einer stärkenden Kaffeejause stand am Nachmittag eine LVS-Übung am Programm. Auch diese war trotz der großen Gruppe recht kurzweilig und jeder konnte einmal mit LVS suchen und mit Schaufel und Sonde arbeiten.
Der Abend klang nach zwei angenehmen Saunagängen gemütlich bei einem wunderbaren Menü und netten Gesprächen mit den anderen Teilnehmern aus.


Für den Sonntag war die Wettervorhersage nicht gerade rosig. Nebel, Wind, eventuell sogar Schneefall war angesagt. Der erste Blick in der Früh aus dem Fenster wischte allerdings alle Sorgen weg – strahlender Sonnenschein! Treffpunkt 08.00 Uhr im Seminarraum, dort lernten wir Ernst kennen, unseren Bergführer für den Sonntag. Und da wir das Wetter ausnutzen wollten hielten wir uns nicht lange auf. Um 08.30 Uhr LVS-Check und dann ging es schon los, Richtung Stellkopf. Circa 1.000 Höhenmeter warteten auf uns.
Wir machten uns auf den Weg durch eine wiederum wunderschöne Schneelandschaft. Nach circa einer halben Stunde wurden wir dann in kleine Gruppen eingeteilt, die Aufgabe war den ökonomischsten und sichersten Weg zum Gipfel zu finden. Wir sollten uns beim Führen abwechseln. Immer wieder kam Ernst zu den einzelnen Gruppen, gab uns Tipps und motivierte uns. Das zerstreute meine Bedenken endgültig, ich fühlte mich sehr gut aufgehoben, obwohl wir nur einen Bergführer für 23 Personen hatten. Vor allem lernte ich sehr viel, um mich sicher in den Bergen zu bewegen.


Ich war mit vier anderen Teilnehmern unterwegs, wir verstanden uns sehr gut und jeder konnte seine Aufgabe super erfüllen. Nach circa dreieinhalb Stunden erreichten wir den Gipfel auf 2.840 Meter Seehöhe. Da fing das Wetter an umzuschlagen, die Schlechtfront kam auf uns zu und so hielten wir uns gar nicht lange auf, sondern machten uns gleich auf den Weg hinunter.
Die letzte Stunde des Aufstiegs war für mich sehr anstrengend, ich dachte es wäre die ungewohnte Höhe. Bei der Abfahrt hatte ich ständig das Gefühl, dass mir unwohl wird. So ähnlich wie beim Autofahren, wenn ich hinten sitze und viele Kurven zu fahren sind. Da mich ein simples Cola im Sadnighaus dann aber wieder auf Vordermann brachte, lag es doch an einer Unterzuckerung, also hatte ich einfach zu wenig Energie über die Nahrung zu mir genommen. Naja, man lernt immer was dazu 🙂
Trotzdem war die Abfahrt schön, die Sicht war zwar nicht die Beste, aber ich hatte keine Probleme durch den teilweise schweren Schnee zu kommen und war echt happy, dass es mir im Endeffekt so gut gegangen ist. Das war für mich die bisher längste Abfahrt durchs Gelände.
Nachdem alle wieder gut beim Sadnighaus angekommen waren gab es noch eine kleine Nachbesprechung bei einem Getränk und schön langsam machten sich alle wieder auf den Heimweg.

Mein Fazit: Eine gelungene Veranstaltung, das Astental ist eine wunderschöne Region für Skitouren. Bei Lawinenwarnstufe 2 konnten wir uns sehr sicher durch das Gelände bewegen. Ich habe viele Tipps für mich mitgenommen und fühle mich in Zukunft noch sicherer in den Bergen. Außerdem werde ich sicher wieder aufs Sadnighaus zurück kommen, denn das Essen dort ist einfach ein Wahnsinn! Abgesehen davon war es mal ein schöner Rückzug in eine Welt ohne Internet, Computer und Telefon. Die einzige Verbindung zur Aussenwelt war ein WLAN Router im Vorzimmer des Gästehauses von wo ich zumindest ein Lebenszeichen nach Hause schicken konnte 😉

Seid ihr schon mal in der Region gewesen? Habt ihr vielleicht Tipps wo es noch ein paar schöne Möglichkeiten für Skitouren oder Wanderungen dort gibt?

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Eure Trailbirdie

Photocredits: Trailbirdie, Gudrun Egger

Was machen Trailläufer im Winter?

Natürlich laufen! Allerdings gibt der Winter schon gute Möglichkeiten neben dem Laufen durch Alternativsportarten Ausdauer und Kraft zu trainieren. So bringt man durch Abwechslung auch jede Menge Spaß in den Trainingsalltag.
Ich persönlich gehe wahnsinnig gerne Skifahren und Skitouren. Im vergangenen Winter ist fast ganz Österreich unter einer meterhohen Schneedecke versunken. „Fast“, nur in Kärnten hatten wir leider wenig Schnee. Für mein Wintersportlerherz fast zu wenig.
Trotzdem sind sich ein paar schöne Skitouren und auch ein geniales Skitechniktraining in Heiligenblut ausgegangen.

So war ich zum Beispiel wieder auf der Grebenzen, auf der Flattnitz oder auch in den Karawanken mit den Tourenski unterwegs. Beim Tourenskilauf trainiert man Ausdauer und Kraft. Auch bei der Abfahrt durch das Gelände ist Kraft und Ausdauer gefragt. Und vor allem Geduld, da man sich oft erst einen guten Weg suchen muss.
Skifahren dagegen ist für mich ein tolles Krafttraining, da der Fokus auf der Abfahrt auf der Piste liegt und man sich zwischendurch immer wieder schön beim Liftfahren erholen kann.
Ein Highlight war für mich die Hochrindl, die ich bisher nur vom Traillaufen kannte, als Skigebiet kennen zu lernen. Super Naturschnee, ausgezeichnet präparierte Pisten, nicht allzuviele Menschen unterwegs und durchaus anspruchsvolle schwarze und rote Pisten. Und das Beste, schnell für mich zu erreichen.

Die Kälte in Kärnten hat dazu beigetragen, dass sämtliche Seen und Teiche zugefroren sind und so sind sich auch ein paar Eislaufrunden bzw. Eishockey „Matches“ 😉 ausgegangen. Eislaufen ist für mich hauptsächlich Spaß und da Eishockey in Kärnten der Volkssport ist, geht natürlich kein Eislaufen ohne Eishockeyschläger.
Aber auch wenn man gemütlich seine Runden zieht tut man sehr viel für seine Ausdauer und auch für die Technik.

Da im Tal der wenige Schnee allerdings sehr schnell weg war bin ich schon seit einiger Zeit wieder auf meinen Hometrails unterwegs. Im Frühling ist das besonders schön, weil die Natur erwacht. Die Sonne wird wieder stärker und ich fühle mich mit mehr Energie versorgt.
Einzig meine Allergien gegen diverse Laubbäume und Sträucher wollen mir einen Strich durch die Rechnung machen. Das kann ich mit Medikamenten recht gut im Griff halten und achte darauf, dass ich über meine Ernährung auch genügend Vitamine zu mir nehme.

Was im Winter allerdings schon passieren kann ist, dass man sich mal wieder auf ein Abenteuer einlässt und so werdet ihr in der nächsten Zeit auch etwas über mein Training für einen Treppenmarathon erfahren 🙂


Weiteres dazu demnächst. Hier noch ein paar Impressionen von meiner letzten Skitour mit dem Alpenverein Klagenfurt in den Karawanken.

Welche Sportarten verkürzen euch so den Winter?

Keep on running and be fearless

Eure Trailbirdie

Wörthersee Extrem – Neujahrswanderung

Wir haben es wieder getan! Neujahrswanderung rund um den Wörthersee 🙂

Für mich war es die dritte Neujahrswanderung nach 2016 und 2017. Einmal bin ich auch im Sommer gewandert und den Wörthersee Ultratrail 2018 mitgezählt war es für mich das fünfte Mal, dass ich den Wörthersee in einem Stück am Wanderweg umrundet habe.
Und jedes Mal wieder ist es eine neue Erfahrung. Zum zweiten Mal war ich mit Angi und Steffi, Laufkolleginnen vom Club 261 unterwegs. Und auch Petra und Edith von unserem Laufclub waren mit von der Partie.
Natürlich waren auch wieder viele Traillauffreunde dabei.


Die Organisation war diesmal etwas anders. Zum ersten Mal war die Wörthersee Tourismus GmbH als Veranstalter verantwortlich und mit den Jungs und Mädels vom Verein Mach3Endurance Team, die Wanderguides stellten und die Verpflegungsstationen betreuten waren Profis mit dabei.

Wir ließen uns am Freitag, dem 04. Jänner gegen 22.30 Uhr nach Velden bringen. Starterpaket und Infos zum Ablauf bekamen wir im Gemeindeamt von Velden, Start war dann im Kurpark gegenüber.
Es gab einen großen Zuspruch im Vorfeld, alle Tickets (200 an der Zahl!!) waren schon vor Silvester ausverkauft. Zum Leidwesen von vielen Wanderern, die sich kurzfristig zur Wanderung anmelden wollten.
Es gab noch ein paar Tickets für die Nachmeldung und so waren 220 Personen am Start. Also vormerken, bei der nächsten Wanderung rechtzeitig anmelden!


Im Starterpaket (Vorverkaufspreis 45,00 EUR) war enthalten: Wanderkarte, Trinkbecher, Gutschein für Pasta im Casino Velden nach der Wanderung, La Sportiva Stirnband und alle Infos zur Wanderung nochmal als Flyer.
Weitere Leistungen im Paket: 5 Verpflegungsstationen indoor, Möglichkeit für Fussmassagen entlang der Strecke und im Ziel, Erinnerungsfoto Foto Box, Finisher Medaille und Urkunde, Abholservice an den Verpflegungsstationen bei Abbruch.
Und ich muss ehrlich sagen, das war den Preis wert. Die Verpflegungsstationen waren top (einziger Wermutstropfen war, dass die Station in Klagenfurt, die Villa Lido, erst um 06.00 Uhr aufmachte). Es gab Tee, Kaffee, Suppe, Kuchen, später auch Speckbrote, Käsebrote, etc.
Es gab drei Wanderguides, die mit Zielzeiten von 12, 13 und 14 Stunden unterwegs waren. Und der Abschluss im Cafe des Casino Velden mit Pasta, Glücksrad und Foto Box war einfach genial!

Gemeinsam mit den Mädels vom Club 261 starteten wir gleich mit Aurelien, dem ersten Guide und verließen in flottem Tempo Velden. Entlang des Wörthersee Wanderweges ging es rasch durch den Wald zum Trattnigteich. Im dortigen Gasthaus war die erste Verpflegungsstation.
Obwohl es gar nicht kalt war, ca. -4°C, und vor allem trocken, war es aber trotzdem angenehm eine kurze Pause mit heissem Tee, Reindling und einem komfortablen WC zu machen. Ausserdem wurden wir trotz der Nachtzeit um ca. 01.30 Uhr sehr freundlich bewirtet!
Wir machten uns aber recht schnell wieder auf den Weg Richtung Pyramidenkogel. Da beim Turm kein Programmpunkt geplant war ließen wir den Gipfel quasi rechts liegen und machten uns direkt auf den Weg weiter nach Reifnitz. Noch waren wir inmitten einer Gruppe von anderen Wanderern unterwegs.
Gegen 03.00 Uhr erreichten wir Reifnitz, im dortigen Gemeindeamt konnten wir uns wieder bei Tee, Broten und Kuchen stärken. Alle drei Guides waren noch nah beieinander, wir verließen wieder kurz nach dem ersten die Verpflegungsstation und machten uns weiter auf den Weg in Richtung Spintikteiche, Maiernigg Alm und schlußendlich nach Klagenfurt.
Wir kamen mit ein paar anderen Wanderern ins Gespräch und fanden dabei raus, dass doch einige aus der Steiermark an den Wörthersee für die Wanderung gekommen waren 🙂
Zu unserer Überraschung waren wir schon um 05.30 Uhr bei der Villa Lido (was das ausmacht den Gipfelweg zum Pyramidenkogelturm auszulassen 😉 ) und trafen auf die fleissigen Helfer vom Mach3Endurance Team, die uns gut verpflegten obwohl die Villa Lido noch nicht aufgesperrt hatte.
Im Freien wollten wir uns allerdings nicht lange aufhalten und so machten wir uns noch vor Aurelien mit seiner Gruppe auf den Weg rauf zur Zillhöhe. Irgendwie verließ uns da etwas die Motiviation, denn es war noch immer finster!!!! Bei meinen letzten Wanderungen war Klagenfurt immer der Ort wo es hell wurde, da wir aber diesmal so schnell unterwegs waren trotteten wir in der Finsternis weiter bis zum Gut Drasing.
Dort merkten wir, dass der Himmel endlich heller wurde und ließen uns auf einer Aussichtsliege kurz nieder um einen Schluck Tee und einen Bissen Schokolade einzunehmen.
Gott sei Dank wurde es dann doch schnell ganz hell und um ca. 07.40 Uhr erreichten wir Pirk, dort gab es im Gasthaus Pirker Hof die nächste Verpflegungsstation. Ich gönnte mir eine Suppe und danach Kaffee und Kuchen. Es gab die Möglichkeit sich die Beine massieren zu lassen, allerdings nahmen wir die nicht in Anspruch und machten uns kurz nach 08.00 Uhr wieder auf den Weg. Den Pirkerkogel ließen wir schnell hinter uns.


Das nächste Stück über Geisrücken und Bannwald war dann schon etwas anstrengend, aber durch Plaudereien untereinander und mit anderen Wanderern vertrieben uns die Zeit und so waren wir bald in Pörtschach angelangt und konnten den Blick von der Hohen Gloriette über den Wörthersee genießen.
Joschi und Harry, die beiden Kärntner Star-Moderatoren von diversen Sportveranstaltungen bekannt, waren mit uns unterwegs und nutzen den Stopp auf der Gloriette für ein paar Interviews 🙂
Schnellen Schrittes machten wir uns weiter auf den Weg zur nächsten Verpflegungsstation in Sekull beim Gasthof Thadäushof. Dort waren wir so gegen 11.20 Uhr und die war einfach spitze. Es war echt schon hart und diese Pause mit super Verpflegung und lustigen Gesprächen war nochmal wichtig für die Motiviation. Dennoch merkten wir, dass wir die letzte Etappe etwas langsamer angehen würden. Wir machten uns gemeinsam mit Bernie, dem zweiten Guide und seiner Gruppe auf den Weg Richtung Forstsee.


Das war auch der einzige Abschnitt auf dem zum Aufpassen war, einige Eisplatten und vereiste schwierigere Passagen bergab waren am Weg. Aber da es ja kein Rennen sondern eine Wanderveranstaltung war machten wir da einfach etwas langsamer. Nach einem kurzen Foto-Stopp am Forstsee waren es dann nur mehr knapp vier Kilometer bis Velden.
Alle um uns herum waren gut aufgelegt, jeder freute sich, denn dass wir es alle gut ins Ziel schaffen würden war da schon klar.
Noch durch die Römerschlucht und schon waren wir auf der Straße in Velden und wieder mitten in der Zivilisation. Die letzten zwei Kilometer waren dann noch auf der Straße zu gehen, das war schon ein bißchen mühsam, aber mit den Gedanken im Ziel war es dann doch leichter. Am Casino vorbei, durch den Kurpark, überquerten wir um 13.20 Uhr das Ziel und die Freude war groß.


Organisator Gerhard überreichte uns die Finisher-Medaillen und eine Urkunde. Müde, aber glücklich machten wir uns auf die letzten Meter zurück ins Casino. Dort genossen wir dann mit anderen Wanderern Pasta und ein verdientes Bierchen.
Somit fand die Veranstaltung einen würdigen Abschluss.

Mein Fazit: Eine rundum perfekt organisierte Wanderveranstaltung in einer wunderschönen Region!

Wir sehen uns bei der Sonnwendwanderung, in der Nacht von 22. auf 23. Juni, oder?

Und wer selbständig am schönen Wörthersee die unzähligen Wanderwege, oder die Etappen des Rundwanderweges auschecken möchte, findet alles auf der Wandern am Wörthersee Website.

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Eure Trailbirdie

Bilder: Trailbirdie, ©Wörthersee Tourismus GmbH

Gerlitzenberglauf 2018

Es ist zwar schon ein Weilchen her, dass der Gerlitzenberglauf statt gefunden hat (genau am 09. September 2018), da mir die Veranstaltung aber wirklich gut gefallen hat und mir das Organisationsteam freundlicherweise einige schöne Bilder zur Verfügung gestellt hat möchte ich das Erlebnis mit meinen Lesern teilen.
Nachdem ich in den ersten zwei Jahren, die es den Gerlitzenberglauf schon gab immer aus terminlichen Gründen absagen musste nahm ich mir für 2018 die Teilnahme fix vor. Außerdem passte es gut in meine Vorbereitung zum Wörthersee Ultratrail und auch für die Tour de Tirol. Immerhin galt es auf 11 Kilometer 1.000 Höhenmeter zu überwinden.
Das Wetter war sehr gut vorausgesagt und so konnte ich mich wirklich mit Freude auf den Weg an den schönen Ossiachersee machen.
Der Start war für 10.00 Uhr in Annenheim angesagt, direkt bei der Gerlitzen Kanzelbahn. Das war schon mal sehr praktisch, da man gratis dort parken konnte. Auch die Toiletten waren frei zugänglich, was für mich immer einen positiven Eindruck hinterlässt. Nichts ist schlimmer am Start als noch dringend aufs WC zu müssen und keines zu finden (zumindest für uns Frauen!).
Die Startunterlagen waren schnell abgeholt und ich war absolut begeistert was ich in dem Startsackerl für ein Nenngeld von 20,00 EUR fand.

 


Laut Organisatoren waren insgesamt über 230 Teilnehmer für den Lauf und für den Nordic Walking Bewerb angemeldet. Die Walker starteten schon um 09.30 Uhr, also eine halbe Stunde vor den Läufern. Ich fand das ungewöhnlich, da in anderen Bewerben die Läufer immer vor den Walkern starten. Auf meine Nachfrage bei Paul, einem der Organisatoren, bekam ich zur Antwort, dass aus der Erfahrung sich das Feld
schon so auseinander gezogen hat bis die ersten Läufer die Walker einholten und außerdem genug Platz war, da die Strecke über Straßen und Forststraßen ging, dass es überhaupt kein Problem war. Und so konnte die Siegerehrung auch zeitlich gut stattfinden, wenn alle im Ziel waren. Und tatsächlich gab es überhaupt keine Probleme beim Überholen. Viele Walker waren ohnehin schon vor mir im Ziel 😉
Nun also zum Rennen. Ich wollte mich komplett auf den Lauf konzentrieren, wärmte mich gewissenhaft auf und ließ sogar das Handy im Rucksack (der gratis mit der Bahn ins Ziel transportiert wurde). Einzig die Temperaturen machten mir ein bisschen Sorgen, es war schon ziemlich warm.
Der Startschuss erfolgte pünktlich und die ersten 4,5 Kilometer folgten wir der asphaltierten Bergstraße ziemlich steil hoch. Im Rückblick war das für mich der anstrengendste Teil. Ich hatte mich für Straßenlaufschuhe entschieden, was durchaus gut so war. Es ging dann zwar auf einer Forststraße weiter, aber Trailschuhe wären überhaupt nicht notwendig gewesen. Dieser Teil war dann etwas angenehmer für mich, da nicht mehr so steil und vor allem ging es durch den Wald, es war also von den Temperaturen angenehmer. Stetig ging es weiter nach oben, die Ausblicke auf den Ossiachersee waren zwischendurch wunderschön, aber ich konzentrierte mich darauf weiter zu kommen.
So circa. drei Kilometer vor dem Ziel lief ich auf eine Bekannte auf. Anita kämpfte ziemlich mit sich und irgendwie tat es uns beiden gut den Rest des Weges gemeinsam zu bestreiten. Es wurde auf dem letzten Kilometer immer flacher und so konnten wir zum Schluss nochmal schön Tempo machen. Der Zieleinlauf war dann überhaupt leicht bergab zur Mittelstation der Kanzelbahn.

Hier ein paar Impressionen von der Strecke:


Nach 1:38:10 Stunden liefen wir über die Ziellinie. Aufgrund des schönen Wetters war viel los am Berg, die Stimmung war super! Und was mich besonders beeindruckte war von Seiten der Organisation: Jeder Teilnehmer konnte sich ein Los und gleich direkt einen Gewinn mit nach Hause nehmen. Ich bin jetzt stolze Besitzerin eines Asics-Laufshirts 🙂

 


Dazu gab es gratis zu trinken (Bier, Wasser, Latella, so viel wie man mochte) und für jeden Teilnehmer ein halbes Grillhendl und Kuchen. DAS nenn ich mal eine gelungene Zielverpflegung 🙂
Und obendrein konnte jeder Teilnehmer mit der Kanzelbahn wieder gratis ins Tal fahren!
Da so schönes Wetter war beschloss ich mich bei Anita und ihrem Sohn anzuhängen, die noch ganz auf den Gipfel wollten. Wir gingen also gemütlich noch die letzten knapp drei Kilometer und 460 Höhenmeter hinauf, um den Rundumblick über die wunderschöne Kärntner Bergwelt zu genießen. Runter ging es mit dem Lift, so konnten wir noch die Ziellabestation und das Ende der Siegerehrung genießen, bevor es ganz ins Tal ging.

Mein Fazit: Eine rundum gelungene Laufveranstaltung. Vom Gelände her vielleicht nicht so ein typischer Berglauf, da hauptsächlich Straße und Forstwege das Terrain bilden. Die Steigungen sind aber nicht zu verachten.
Das OK-Team hat sich wirklich ins Zeug gelegt und für alle Teilnehmer eine wunderbare Lauf- und Walkingveranstaltung auf die Füße gestellt.
Sehr gut gefülltes Startersackerl, ausgezeichnete Infrastruktur, genügend Labestationen, ausreichende Beschilderung, tolle Zielverpflegung, gratis Finisher Foto, gratis Talfahrt mit der Kanzelbahn, gratis Parkplatz.

Zu den Ergebnissen.

map Gerlitzen Berglauf

Somit kann ich den Gerlitzen Berglauf fürs nächste Jahr nur empfehlen! Alle Infos dazu hier und Termin gleich vormerken: 08. September 2019 🙂

 

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Eure Trailbirdie

 

Photocredits: Gerlitzenberglauf – BLT-Gerlitzen / Trailbirdie

Wörthersee Ultra Trail 2018

…oder wie der Geist den Körper besiegt hat.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich mein Erlebnis beim Wörthersee Ultratrail 2018 (WSUT) verarbeitet habe.
Umso mehr freue ich mich jetzt dieses Abenteuer mit euch zu teilen.

Ich hab heuer schon früh im Jahr Trail-Wettkampfluft beim Jolsport Kärnten Run geschnuppert. Kurz danach habe ich mir dann die Teilnahme bei der Tour de Tirol im Herbst als Saisonziel gesetzt, auf die ich mich auch schon riesig freue!

Wie so oft im Leben kommen dann andere Dinge dazwischen und plötzlich ergibt sich eine Möglichkeit und man muss einfach die Gelegenheit beim Schopf packen.
Für mich war das der WSUT 🙂 Nachdem ich doch ein paar Mal bei den diversen Streckenchecks und Lauftreffs der Veranstalter des WSUT (dem Verein Mach3Endurance Team) dabei war, war für mich schnell klar, dass ich bei diesem Event dabei sein möchte.
Die einzige Frage stellte sich für mich: Welche Distanz? Es gab Halbmarathon, Marathon oder eben den Ultratrail über 72 Kilometer. Mich reizte von Anfang an die lange Distanz. Nach ein bisschen Zögern habe ich mich dann angemeldet. Es ist ja nicht so, dass ich noch keine langen Wettkämpfe gemacht habe. Allerdings war das längste bisher 58 Kilometer und so war doch immer der Respekt vor der langen Distanz für mich spürbar.

Ich will euch jetzt aber einfach mal berichten wie es mir dann beim Rennen so ergangen ist. Gerne könnt ihr auch hier meinen Vorbericht zum WSUT nachlesen.
Am Vortag des Rennes, also am 21.09. 2018, fasste ich abends mein Startsackerl aus und begab mich zum Race Briefing. Da der Trail auf meinen Hometrails stattfinden würde traf ich natürlich viele Bekannte und so verging die Zeit recht schnell. Das Race Briefing hat sich auf jeden Fall ausgezahlt, nochmals die Details der Strecke erklärt bekommen, wo ist zum Aufpassen, welche Abschnitte sind neu, usw.

Renntag! Um 04.30 Uhr ging der Wecker. Frühstücken, fertig machen. Um 05.30 Uhr fuhr ich nach Pörtschach, der Start war um 06.30 Uhr angesetzt. Es war noch finster und ich fragte mich ernsthaft, ob ich mir das wirklich antun will.
Ich hatte ja keine Ahnung wie es mir gehen würde und war echt extrem nervös. Schlimmer fast als vor meinem allerersten Marathon! Das Starterfeld war auch überschaubar, nur knapp 60 Teilnehmer und davon nur 9 Damen und meine liebe Freundin Tanja, die sich in einer Mädels-Staffel auf die ersten 30 Kilometer machte.


Die Zeit verging recht schnell und schon war der Startschuss erfolgt. Im Kopf hatte ich die Worte unseres Streckenchefs Bernhard, der einmal bei einem Streckencheck zu mir sagte: „Auf den ersten 10 Kilometer Gas geben und weiterkommen, dann läufts eh von allein!“
Tja, gesagt getan. Ich fand recht schnell ein gutes Tempo, auch die Stufen rauf zur Hohen Gloriette und was vor allem das Beste war: Das Tempo passte auch gut zu Tanja und so konnten wir tatsächlich die ersten 30 km gemeinsam laufen. Ich konnte bergauf das Tempo machen und sie machte bergab Platz. Das war echt ein Spaß!
Kaum, dass wir uns versahen waren wir schon beim Forstsee vorbei und über die Veldener Aussicht in der Römerschlucht angekommen. Erstmals kam hier ein neuer Streckenabschnitt auf uns zu.

 


Es ging die Römerschlucht rauf, über den Romantischen Weg zum Saissersee und über den Teufelsgraben erst wieder runter nach Velden. Kurz vor dem Schloss Velden war die erste Labestation, wo wir uns aber nicht lange aufhielten um die Promenade entlang des Wörthersees in Angriff zu nehmen und so schnell wie möglich wieder auf den Trail zu kommen.
Über den Wörthersee-Wanderweg ging es weiter am Trattnigteich vorbei und rauf auf den Pyramidenkogel. Auf dieser Forststraße konnte ich auch gut laufen und Tempo machen, überholte sogar ein paar andere Läufer. Am Pyramidenkogel angekommen, 30 km in den Beinen, wartete dann das Highlight auf uns: Etwas mehr als 300 Stufen rauf auf den Turm, Checkpoint auf Etage 8!
War aber gar nicht so schlimm wie ich gedacht hatte. Ich kam in einen guten Rhythmus und meine Beine waren noch überraschend frisch. Oben angekommen gab es einen Fotopoint, es war etwas windig wie man am Foto sehen kann 😉 und als Erinnerung gab es ein Schweiß Armband von Compress Sport.

 

 

Ich versuchte schnell wieder runter zu kommen, hörte noch beim Checkpoint, dass ich erst die dritte Dame am Turm war! Das hat mich schon ein bisschen beflügelt 🙂 Die ersten 30 km waren in 3:47 Stunden geschafft.
Bei der Labestation am Pyramidenkogel nahm ich mir etwas mehr Zeit die Energiereserven aufzufüllen. Es gab Würstl, Käse, Cracker, Melonen!!!! und genug zu trinken. Ich füllte meine Wasserflasche noch auf und verabschiedete mich schweren Herzens von Tanja, die schon am Ziel war und eine zweite Läuferin auf die Strecke schicken konnte.
So versuchte ich ab dem Zeitpunkt alleine ein Tempo zu finden, was leider irgendwie gar nicht leicht war, es überholten mich zwei Herren, die ich am Weg rauf zum Pyramidenkogel geschnappt hatte und auch eine Dame. Ich versuchte an ihnen dran zu bleiben, aber es gelang mir einfach nicht. Die Streckenführung ging hinunter nach Keutschach und von dort dann zu den Spintikteichen.
Das ist so ein Abschnitt an den ich mich nicht mehr wirklich erinnern kann. Ich lief wie in Trance von Markierung zu Markierung, hatte schon einen Marathon in den Beinen und begann schön langsam an meinem Vorhaben zu zweifeln.
Gut dass kurz vor der Friedlhöhe ein Checkpoint mit sehr motivierenden Helfern kam, danke nochmal Valentin für deine aufmunternden Worte. Dort setzte ich mich auch das erste Mal für zwei Minuten hin um zu rasten.
Beim Weiterlaufen versuchte ich mich auf das nächste Ziel zu konzentrieren, das war die Friedlhöhe. Dort gab es einen netten Fotopoint, auch hier wieder aufmunternde Worte von den Helfern, das gab Kraft. Allerdings wurde es mir zu dem Zeitpunkt das erste Mal etwas kalt und ich zog meine Windjacke an. Nächstes Ziel: Klagenfurt – Labestation 🙂

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Über die Friedlhöhe

Ging auch so weit ganz gut, nur dass es genau zu dem Zeitpunkt als ich den Wald bei Klagenfurt verließ voll zu schütten begann. Ich lief also ca. 3 km in strömenden Regen bis zur nächsten Labestation. Dort realisierte ich, dass ich „nur“ noch 21 km zu laufen hatte. Auf der Uhr hatte ich knappe 7 Stunden und machte mir eine Zielzeit knapp unter 10 Stunden aus. Der Halbmarathon sollte sich eigentlich unter 3 Stunden ausgehen.
Nachdem ich mich bei der Labestation gut versorgt hatte machte ich mich wiederum von den Helfern gut motiviert auf die Strecke.
Der Regen ließ wieder nach und den nächsten Streckenabschnitt kannte ich gut! Zillhöhe, Falkenberg, Gut Drasing, Pirkerkogel, Gaisrücken und dann schon bald das Ziel 🙂 Zumindest war das mein Plan im Kopf.

 

Bis zum Falkenberg rauf konnte ich noch ein paar Marathonläufer überholen, was mich noch dazu motivierte. Allerdings kam alles anders ab dem Falkenberg. Beim Runterlaufen bekam ich das erste Mal in meiner Läuferkarriere richtige muskuläre Probleme.
Ich konnte kaum mehr laufen, stieg mehr hinunter und am liebsten hätte ich mich hingesetzt und wäre runter gerutscht. Das hatte ich vorher noch nie erlebt. Ich merkte, dass mein Körper einfach nicht mehr laufen wollte. Doch jetzt kam der Kopf ins Spiel, ich glaubte fest daran, dass ich es ins Ziel schaffen werde. Der Regen hatte nachgelassen, mir war nicht kalt, es ging mir eigentlich ganz gut, abgesehen von den Schmerzen in den Beinen. Von Gut Drasing bis zum Pirkerkogel kam ich auch wieder recht gut voran, obwohl es wieder stärker zu Regnen begann. Ich überholte ein paar Walker auf der Halbmarathon-Strecke und freute mich schon auf den Pirkerkogel 😉 echt paradox, denn hinauf hatte ich keine Schmerzen.
Am Pirkerkogel war wieder ein Check-Point, ich blieb stehen, dehnte meine Waden und Oberschenkel. Auch hier wieder Danke an die Helfer! Denn die Worte „nach 64 Kilometer darf man schon ein bisschen fertig sein“ ließen mich realisieren, dass ich nur noch 8 Kilometer vor mir hatte. Auf die Uhr hatte ich schon lange nicht mehr geschaut, ich lief einfach nach Gefühl.
Und das Beste! Es gab noch eine Labestation unter dem Pirkerkogel 🙂 Auf einmal merkte ich das Adrenalin, ich freute mich auf die Labe und, dass es nur mehr ein kurzer Weg ins Ziel war. Dort genoss ich nochmal die Getränke, Riegel, Käse. Vor allem gab es an der letzte Labe Salz, das mir tatsächlich über die muskulären Probleme hinweghalf.
Die letzten Kilometer ging es also durch den Wald, immer wieder rauf und runter, ich wusste wir mussten noch in den Bannwald, den höchsten Punkt über Pörtschach. Auch dort war wieder ein netter Helfer am Weg: „Höchster Punkt, jetzt geht nur noch runter!“ Und ich wollte nur noch ins Ziel. Ein Blick auf die Uhr, unter 10 Stunden ging sich nicht mehr aus, aber unter 10:30 das war realistisch!
Lange bevor ich in Pörtschach war hörte ich schon die Musik vom Zielbereich in den Wald hinauf, irgendwie zog mich das magisch an. Beginnende Schmerzen in den Beinen ignorierte ich einfach, und lief.
Letzter Anstieg und Checkpoint dann in Pörtschach, hinauf auf die Niedere Gloriette. Dort kam mir der Streckenchef entgegen und die Helfer feuerten mich an, ich fühlte mich auf einmal, als wäre ich erst kurz unterwegs!

 


Bevor ich das Ziel im Blick hatte kamen mir tatsächlich ein paar Freudentränen und ich war so europhorisch, dass ich nochmal richtig Gas geben konnte.
Wegen des kühlen und regnerischen Wetters waren nicht mehr viele Zuschauer im Ziel, aber das war egal. Ich hatte es tatsächlich geschafft, 72 km Ultratrail. Das kann mir niemand nehmen.

 

Nach ein paar Worten mit Bekannten machte ich mich frisch und konnte sogar noch eine Massage genießen. Danke Andrea!
Ich war kurz vor 17.00 Uhr im Ziel (genau nach 10:28:41 Stunden) als fünfte Dame. Ich hab euch unterschlagen, dass mich bei der letzten Labestation noch eine überholt hat 😉
Tja, ich brauche halt die Nahrungsaufnahme während des Rennens 🙂 Bin mit meiner Leistung sehr zufrieden, obwohl ich natürlich Verbesserungspotenzial gesehen habe.
Das ist echt das Verhexte daran, man durchläuft Höhen und Tiefen während eines Rennens, quält sich über Abschnitte, denkt sogar ans Aufgeben und im Ziel ist dann alles anders. Da überlegt man gleich was man beim nächsten Mal anders oder besser machen kann. Schon ein bisschen verrückt diese Sportler!

WUT map
Die Strecke

Ein paar Worte möchte ich noch abschließend zu der Veranstaltung sagen:
– Perfekte Umsetzung des gesamten OK Teams rund um den Verein Mach3Endurance Team
– Sehr gute Streckenmarkierung
– Ausreichend und gut gefüllte Labestationen
– Zusätzliche Checkpoints, wo es auch Wasser und Iso gab
– Gut gefülltes Startersackerl
– Tolles Finisher-Shirt
– Super Fotografen Team – inklusive Gratis-Foto auf der Zillhöhe
– Sehr gute Information im Vorfeld für alle Starter
– Ausführliches Race-Briefing
– Eine der schönsten Trailstrecken, die ich bisher kennengelernt habe (es muss nicht immer hochalpin sein!)
– Super Infrastruktur
– Shoppingmöglichkeiten vor Ort
– Massagen nach dem Rennen
– Viele motivierende Helfer entlang der gesamten Strecke

Vielen Dank an das Mach3Endurance Team!!!

 

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Eure Trailbirdie

 

Sorry, um Fotos zu machen war ich einfach zu sehr mit mir selbst beschäftigt 😉 deshalb : Photocredits by http://www.event-gucker.at  

Spaß am Trail

In den letzten Wochen hab ich mich wieder oft auf den heimischen Trails herumgetrieben. Allerdings des Öfteren ohne viele Fotos zu machen und mehr zu genießen, deshalb gab es in letzter Zeit weniger Posts von mir. Unter diesen Ausflügen war auch der Lauftreff des Vereins Mach3Endurance Team, den Veranstaltern des Wörthersee Ultra Trails.

Dieser Lauftreff war schon besonders, nicht nur weil ich neue Wege am Klagenfurter Kreuzbergl kennen gelernt habe und das ein oder andere Mal aus meiner Komfortzone rausgegangen bin (ZWEI mal auf den Falkenberg rauf!), sondern auch weil Hermann Jordan viele coole Fotos gemacht hat.

Die Bilder in diesem Beitrag sind alle von ihm, vielen Dank Hermann, dass du sie mir zur Verfügung gestellt hast 🙂

Was ich eigentlich in diesem Beitrag ausdrücken möchte ist, dass ich bei Betrachtung der Fotos gesehen habe welche Freude das Traillaufen macht und vor allem, dass diese Freude auch der Betrachter der Fotos sehen kann!

Und da hab ich für mich selbst einmal darüber nachgedacht, was eigentlich so den Spaß am Trail ausmacht, zumindest für mich 😉

  • Die Abwechslung: Egal ob alleine oder in der Gruppe, am Trail wird es nie langweilig. Die Landschaft, der Boden, die Aussichten… alles ändert sich ständig.
  • Die Herausforderung: Aus der Komfortzone zu gehen und für sich selbst zu entdecken, dass man schneller wird, sich bergauf oder bergab mehr zutraut.
  • Die Labestationen der Natur: Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren, klares kaltes Quellwasser, Bäche, etc.
  • Die frische Waldluft: Die Atmung wird befreiter, vor allem in unsere heimischen Zirbenwäldern für jeden Asthmatiker einfach wunderbar.
  • Die freundlichen Menschen: Auf den Trails begegne ich fast nur freundlichen Menschen, es wird gegrüßt und manchmal auch ein bisschen geratscht. (Im Gegensatz zu Stadtläufern, die oft nur verbissen unterwegs sind und ja nicht angesprochen werden wollen).
  • Die Tiere: Dazu fällt mir eine Begegnung mit drei Murmeltieren letzten Sonntag am Falkert ein, oder der weiße Rehbock, den ich mal bei den Spintikteichen beobachtet habe 🙂
  • Den Kopf leer bekommen: Dadurch man auf Trails schon konzentriert unterwegs ist, vor allem wenn es technisch anspruchsvoll ist, ist im Kopf einfach kein Platz um Probleme zu wälzen oder sich über irgendwelche unwichtige Sachen Gedanken zu machen.
  • Entspannung nach dem Trail: Für mich ist es immer wieder schön, mir nach einem Traillauf Ruhe zu gönnen, darüber nachzudenken was ich am Trail gesehen oder erlebt habe. Danach ist wieder Zeit für alles andere, manchmal mit ein paar neuen Ideen im Kopf.

Damit ihr sehen könnt was ich meine, hier eine kleine Auswahl der Bilder vom letzten Lauftreff.

 

 

 

Wer von euch Lust bekommen hat, die coole Truppe um das Mach3Endurance Team trifft sich jeden Donnerstag um 18.00 Uhr beim Fischerwirt am Kreuzbergl in Klagenfurt. Einfach unverbindlich mitlaufen und Spaß am Trail haben!

 

In dem Sinne,

Keep on running

and be fearless

 

Eure Trailbirdie

 

Photocredits: Hermann Jordan

Vorschau Wörthersee Ultra Trail 2018

Von 21. bis 22. September 2018 findet am Wörthersee zum 10. Mal der Wörthersee Trail statt. Die Veranstaltung hat sich in den letzten Jahren zu einem Fixpunkt in der Kärntner Laufszene entwickelt. Zum 10. Jubiläum gibt es ein paar Änderungen, vor allem die Strecke betreffend, die richtig Lust darauf machen an einem Lauf teilzunehmen. Unter dem Namen Wörthersee Ultra Trail (WSUT) zeigt sich die Laufveranstaltung im neuen Glanz.

Ich hatte die Möglichkeit schon vorab ein paar neue Streckenabschnitte mit dem OK Team rund um den Verein Mach3Endurance Team zu besichtigen und da hab ich auch gleich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und mit dem Streckenchef Bernhard Buxbaumer etwas über diese Änderungen geplaudert.


 

Trailbirdie: Bis letztes Jahr führte die Strecke ziemlich genau über den Wörthersee-Rundwanderweg (59 km). Es gab auch eine ganz lange Distanz über 120 km, wobei zwei Runden (eine davon in der Nacht) um den See zu bewältigen waren. Welche Gründe gab es für die Streckenänderung zum neuen WSUT?

Bernhard: Wir wollten den Asphalt reduzieren, so viele wie möglich Aussichtspunkte um den Wörthersee einbauen.
Wir wollten keine 120 km mehr in zwei Runden, sondern eine klassische ULTRA Strecke, die tagsüber zu laufen ist und über 60 km hinaus geht, es ergaben sich 72 km (60-80 sind klassische Ultradistanzen).

Wie sind jetzt genau die Distanzen zum Wörthersee Ultra Trail neu?

72 Kilometer – Ultra – 2800 Höhenmeter
42 Kilometer – Marathon – 1600 Höhenmeter
21 Kilometer – Halbmarathon – 900 Höhenmeter
Es sind alle Abschnitte ziemlich anspruchsvoll, obwohl sich die Läufer nicht im alpinen Gelände befinden (die 21 km sind etwas anspruchsvoller, weil flotter zu laufen, und eher unrhythmisch)

Früher hab ich oft von Teilnehmern gehört, dass es schade sei nur so wenig vom Wörthersee zu sehen, obwohl man sich stundenlang um den See bewegt. Hat sich das geändert? Welche Ausblicke auf den See sind besonders nennenswert?

Jaaaa! Das war ja auch einer der Gründe die Strecke etwas zu ändern. Neue Streckenpunkte sind die Veldener Aussicht (mit Blick auf die Veldener Bucht, die Karawanken und die Julischen Alpen). Worauf wir besonders stolz sind ist der Pyramidenkogelturm bis zur Plattform 8 (rund 600 Stufen). Auch die Strecke vom Pyramidenkogel runter ist jetzt auf der anderen Seite, also Richtung Keutschach und die
Friedlhöhe oberhalb der Maiernigg Alm ist auch eine wunderbare Aussichtsstelle. Generell haben wir auf der Südseite des Wörthersees mehr verändert.

Was würdest du als das Highlight auf der Strecke bezeichnen?

Schwer zu sagen, eigentlich ist es die ganze Strecke. Die Abwechslung, das Ambiente Wörthersee, generell haben wir jetzt mehr Seen rund um den Wörthersee (Forstsee, Saisersee, Keutschacher See), die angelaufen werden.  Ich hab geschaut, dass langweilige Straßenabschnitte nicht mehr dabei sind, ganz nach dem Motto „weg von der Straße“. Auch in Klagenfurt gibt es kleine Änderungen, man ist auch dort mehr am Wasser unterwegs wie dem Lendkanal und an der Sattnitz). Sollte es sehr heiß sein, gibt es somit auch die Möglichkeit mal kurz in den See zu springen 🙂

Du bist selbst passionierter Trailrunner, was gefällt dir an dieser Sportart so besonders?
Und seit wann läufst du eigentlich?

Mit dem Traillaufen habe ich vor zehn Jahren begonnen. Ich war einer der ersten Kärntner Trailläufer beim Transalpine Run (TAR), der damals noch über acht Tage gegangen ist. Eigentlich hat mich ein Bandscheibenvorfall von der Straße weggebracht. Ich laufe schon seit meinem 13. Lebensjahr, auch immer wieder mal in den Bergen, aber erst nach dieser gesundheitlichen Einschränkung habe ich mich nur mehr auf Trails gewagt. Mein Schwager hatte damals, vor zehn Jahren, einen Startplatz für den TAR und ich habe sowohl die Vorbereitung als auch das Rennen voll genossen. Das hat mir die Leidenschaft für die Trails gegeben.
Was ich am Traillaufe so schätze ist es in der Natur zu sein, viel Abwechslung zu haben und der gesundheitliche Aspekt. Immerhin wirkt sich das Laufen im Wald und auf den Bergen sehr positiv auf den Körper und auch auf die Psyche aus.

Um nochmal zum WSUT zurück zu kommen. Wie lange hat es gedauert die neue Strecke zusammenzubekommen?

Sehr lange, alleine für die 21 km, also den Halbmarathon, bin ich die Strecke 16 mal abgelaufen, für die 42 km 12 x. Ich muss dazu noch sagen, dass das Hauptaugenmerk auf der Marathonstrecke gelegen hat, die wollten wir einfach ganz genau vermessen! Halbmarathon und Marathon mit der restlichen Strecke, um wieder zum Ausgangspunkt zurückzukommen hat dann schließlich die 72 km ergeben.

Vielen Dank!


Die nächsten Gelegenheiten Streckenabschnitte kennenzulernen: WSUT Trailchecks 2018
15. Juli, Schloss Velden, 09.00 Uhr (Velden – Pyramidenkogel, ca. 15 km)
05. August, Pyramidenkogel, 09.00 Uhr (Pyramidenkogel – Klagenfurt, ca. 15 km)

Abgesehen vom WSUT gibt es noch mehrere Möglichkeiten die Trails rund um den Wörthersee kennenzulernen. Zum Beispiel beim Ultrawandern am 26. Oktober 2018 mit Start um 04.00 Uhr am Pramidenkogel.
Es wird auch wieder eine Neujahrswanderung im Jänner 2019 geben, weitere Infos dazu folgen noch! Am Besten mal auf der Homepage vorbeischauen oder auf Facebook abonnieren 🙂

Hier ein paar Eindrücke vom letzten Trail Check von Pörtschach nach Velden:

 

 

Und wer wie ich die Gelegenheit nutzt mit Bernhard und seinen Mitstreitern zu plaudern, bekommt richtig Lust sich zum WSUT anzumelden! Also mich werdet ihr definitiv am 22. September am Wörthersee Ultra Trail antreffen 🙂

 

Keep on running

and be fearless

Eure Trailbirdie

 

Photocredits: Mach3Team, Bernhard Buxbaumer, Trailbirdie

Vorschau KÄRNTEN LÄUFT 2018

Vorab ein Dankeschön an das OK Team rund um Michi Kummerer für die Einladung zur Pressekonferenz Anfang Juni. Es ist wirklich grandios zu sehen wie sich die Laufveranstaltung in den letzten Jahren entwickelt hat und für mich absolut genial ein Teil des Ganzen zu sein. Immerhin hat Kärnten Läuft auch den Startschuss zu meiner Laufkarriere gegeben und ich freue mich jedes Jahr wieder dabei zu sein 🙂

Wie man am Titelbild dieses Beitrages schon sehen kann wird die 17. Auflage von KÄRNTEN LÄUFT ganz im Zeichen der Frauen stehen. Das ehrgeizige Ziel für den RAIFFEISEN Frauenlauf am 25. August 2018 ist über die 800 Teilnehmerinnen Marke zu kommen. Immerhin kommt der Frauenanteil bei allen Bewerben zusammen auf beachtliche 45 Prozent!

Natürlich werde ich mit vielen anderen Frauen vom Club 261 tatkräftig versuchen das Ziel zu erreichen. Der Frauenlauf im Rahmen von Kärnten Läuft hat sich in den letzten Jahren zu einem wirklich tollen Event gemausert. Die Strecke wird heuer von 4,2 auf 5 Kilometer verlängert um so auch mit den internationalen Frauenlaufstrecken vergleichbar zu werden. Die Strecke führt durch den wunderschönen Europapark und entlang der Ostbucht des Wörthersees, bietet also auch eine beeindruckende Landschaft. Der Spaß und die Freude an der Bewegung und die Solidarität unter Frauen werden im Vordergrund stehen. Und die Frage: Wer wird das größte Team sein? Wer uns beim Club 261 dabei unterstützen möchte ist herzlich eingeladen sich bei unserem Team anzumelden, am Besten gleich über diesen link 🙂

Und wer noch ein paar Impressionen braucht kann auch gerne auf der Homepage vom Club 261 vorbeischauen 😉

Soviel mal zu einem Teil von KÄRNTEN LÄUFT. Von 24. bis 26. August 2018 wird wieder ein Lauf-Fest in Kärnten veranstaltet. Mittlerweile zählt es zu den beliebtesten Laufveranstaltungen in Österreich und über die Grenzen hinaus. Der KLEINE ZEITUNG WÖRTHERSEE HALBMARATHON ist der Halbmarathon Nummer 1 in Österreich und bietet auch eine tolle Kombi-Wertung gemeinsam mit dem GRAZ MARATHON im Herbst.

Die Wörthersee Halbmarathon Strecke ist die schnellste je gelaufene in Österreich (Geoffrey Ronoh in 59min45). Vorjahressieger Peter Kirui (KEN) wird versuchen diesen Rekord zu knacken. Es werden sicher wieder viele namhafte Eliteläufer am 26. August an der Startlinie in Velden stehen und sich ein tolles Rennen mit tausend HobbyläuferInnen liefern.

Am Rennsonntag findet auch der Viertelmarathon statt, welcher in Pörtschach startet und eine wunderschöne Strecke entlang des Wörthersees nach Klagenfurt bietet.

Für Familien, Kinder und Hundeliebhaber steht der Samstag, also der 26.08. absolut im Mittelpunkt. Angefangen beim Bambinilauf, wo die Kleinsten sich messen können, über Junior-Marathon und Familienlauf schließlich zum mittlerweile auch sehr beliebten Dogging, dem PURE Hundelauf. Heuer gibt es wieder die Möglichkeit als Wett-Pate dabei zu sein und gleichzeitig für das TIKO (Tierschutzkompetenzzentrum in Klagenfurt) zu spenden. Vorab wurde schon verraten, dass einige Prominente, wie Eishockeyspieler von KAC und VSV mit den Vierbeinern an den Start gehen werden.

Eine absolute Neuigkeit sind die Trophäen für die Bewerbe, welche 2018 von Lehrlingen der Tischler-Lehrwerkstätte „Kretha“ der pro mente kärnten GmbH in Spittal an der Drau entworfen und hergestellt wurden.

 

Ein weiteres Highlight wird das MJK-Sportsymposium sein, welches eine Fortbildung für Vereine, Verbände und generell Sportmarketing Interessierte bildet. Das Thema 2018 wird die „Digitalisierung im Sport“ sein.

Letztes Jahr bin ich auch den Halbmarathon gelaufen, wer den Bericht nachlesen möchte kann das gerne hier tun – ich kann die Veranstaltung auf jeden Fall nur empfehlen!

Anmeldeschluss ist der 14. August, Nachnennungen für Spät-Entschlossene sind allerdings noch vor Ort möglich.

Wer von weiter weg anreist hat noch dazu die Möglichkeit ein paar schöne Urlaubstage am Wörthersee zu verbringen, auf der Homepage von Kärnten Läuft findet ihr auch Tipps für den Laufurlaub.

Wen werde ich von euch denn am schönen Wörthersee im August zum Lauf-Fest treffen?

 

Keep on running

and be fearless

Eure Trailbirdie

 

Photocredits: Edith Zuschmann, Trailbirdie

Einfach mal abheben – Aerial Yoga

Letzte Woche hatte ich die Möglichkeit mal was ganz Neues für mich auszuprobieren und ganz nach unserem Motto „be fearless“ ließ ich mich auf einen neuen Trend ein – Aerial Yoga 🙂 Ein neuer Yoga-Stil aus den USA, der mittlerweile auch in Klagenfurt Einzug gehalten hat. Dank Barbara, einer lieben Freundin und Fitnesstrainer-Kollegin. Mehr Infos zu Ihrem Angebot findet ihr auf der Homepage von Barbara Foster bzw. auf ihrer Facebook-Seite. Sie bietet diese Aerial-Yoga Einheiten im Fitnesscenter Crossfit9020 in Klagenfurt an.

Nun möchte ich euch aber ein bisschen mehr von meiner Luft-Erfahrung erzählen. Beim Aerial Yoga arbeitet man mit einem Tuch, das circa einen Meter über dem Boden schwebt. Es ist wie eine Stoff-Hängematte. Klassische Yoga-Übungen werden in und mit dem Tuch praktiziert. Man kommt leichter in die Dehnung und was für mich absolut der Hammer ist, man kommt leicht in Umkehrhaltungen. Somit war für mich auch ein Handstand kein Problem mehr. Natürlich ist das Tuch zur Hilfe, aber so schaffe ich es zumindest einmal in der Position zu bleiben. Ohne Tuch in den Handstand zu kommen ist eine andere Geschichte, dazu gibt’s eventuell mal einen eigenen Blogpost 😉

 

Aerial Yoga by Barbara Foster
Aerial Yoga by Barbara Foster / b-foster.com 

 


Ich habe die Zeit genutzt und Barbara ein paar Fragen zu diesem neuen Trend gestellt:

Trailbirdie: Wie bist du auf den Trend Aerial Yoga gekommen und welche Ausbildung hast du gemacht um es zu unterrichten?

Barbara: Ich habe über diesen Trend von einer Freundin erfahren, sie hat mir davon erzählt, so bin ich neugierig geworden und habe mich damit beschäftigt. Die Ausbildung habe ich in Graz bei feel free Yoga gemacht.

Diese Einheit war jetzt für mich keine typische Yoga-Einheit, wie würdest du den Unterschied zu deiner Yoga-Praxis beschreiben?


Aerial Yoga hat nur teilweise Elemente aus dem Yoga. Die Aerial Stunden gestalte ich sehr unterschiedlich. Mal ist es etwas akrobatischer, mal setzten wir den Fokus mehr aufs Dehnen.  Manchmal auch mehr Kräftigung, das ist notwendig, weil die Aerial Übungen schwieriger werden. 

Was macht für dich Aerial Yoga aus?

Aerial ist herausfordernd, macht Spaß, kräftigt auf spielerische Weise und man kann hervorragend los lassen im Tuch. (wenn man dem Tuch einmal vertraut 😉 ) Es gibt tolle Fasziendehnungen, und noch so vieles, dass ich aufzählen könnte, am besten man probiert es aus . Was ich aber sehr oft höre: „Wow die Stunde ist so schnell verflogen „. Man fühlt sich danach aber nicht ausgepowert, sondern ist voller Energie und gut gelaunt! 

Für wen ist es geeignet bzw. für wen nicht?

Für alle Sportbegeisterten, die einmal etwas Neues versuchen möchten. Für Yogis und Nicht-Yogis 😉 Kinder & Jugendliche lieben Aerial Yoga ebenfalls. Schwangere ausgenommen, sowie Menschen mit erhöhtem Augendruck.

 

Danke Barbara!


Ich habe jetzt zwei Aerial Yoga Einheiten hinter mir und kann nur bestätigen, dass es wirklich Spaß macht. Man fühlt sich fast wie ein Kind auf einer Schaukel 🙂 Der Aspekt der Schwerelosigkeit hilft mir auch mental loszulassen. Außerdem sind die Dehnungs- und Kräftigungsübungen sehr fordernd, durch die Hilfe des Tuches kann man sie länger halten. Für mich bringt Aerial Yoga Spaß und Leichtigkeit in meine Yogapraxis. Ich habe etwas mit den anderen Teilnehmerinnen geplaudert und alle sind hellauf begeistert. Ein weiterer Vorteil ist, dass man in den Armen und Schultern relativ schnell kräftiger wird. Dazu muss ich sagen, dass der Ablauf nicht wirklich einer Yoga-Einheit (so wie ich es bisher kennengelernt habe) gleich ist. Die Anfangs- und Endentspannungen sind wesentlich kürzer. Es wird sehr viel wert darauf gelegt in die Techniken reinzukommen. Die Übungen sind eine Mischung aus Yoga-Übungen und klassischen Kräftigungsübungen mit Akrobatik-Elementen.

 

Mein Fazit: Arial Yoga ist definitiv was Neues, macht Spaß und verändert die Perspektive. Also rein in die Tücher! Ich bin gespannt wen ich von euch mal in einer Aerial Yoga Einheit treffen werde 🙂 Für weitere Infos stehen ich und Barbara gerne zur Verfügung.

 

Keep on running

and be fearless

Eure Trailbirdie

Skitour: Flattnitz – Hirnkopf

Nach der doch recht anspruchsvollen Skitour auf den Kosiak stand letztes Wochenende eine gemütliche Skitour mit Freundinnen an, also eine Mädelstour. Das Ziel von Andrea, Michaela und mir war das kleine Skigebiet Flattnitz in den Gurktaler Alpen. Dort machten wir uns auf den Weg Richtung Hirnkopf (1.804 m) und zwar über den sogenannten Jägersteig.

Das Wetter war angenehm, trocken, sogar mit ein bisschen Sonne und der Parkplatz beim Sessellift Hirnkopf am frühen Vormittag noch recht leer. Wir machten uns direkt über den Wanderweg links von der Sesselbahn auf den Weg. Man ist eigentlich fast direkt im Wald und es war noch genügend Schnee. Ein paar andere Schneeschuhwanderer und Tourengeher machten sich auch auf den Weg, alle sehr gemütlich. Man merkte, dass jeder die Natur und die Umgebung genoss.

Dass diese Tour sehr beliebt ist merkte man an der Aufstiegsspur, das war fast eine „Autobahn“ und so schauten wir uns nach Spuren um, die ein bisschen abseits waren um einfach mehr im wunderschönen Tiefschnee unterwegs zu sein.

Nach etwas mehr als einer Stunde Aufstieg hatten wir dann die erste wirklich tolle Aussicht. Man kommt auf einem Plateau über dem Gurktal heraus, die Fernsicht blieb uns zwar aufgrund der Wetterlage verwehrt, aber trotzdem war der Blick hinunter ins Gurktal sehr schön.

Kurz danach waren wir über der Baumgrenze und hatten eine Querung Richtung Hirnkopf vor uns, an der Stelle dreht die Tour wieder in die andere Richtung und bietet am Ende der Querung eine wunderbare Aussicht auf den Wintertaler Nock und über die Nockberge bis zur Turrach. Der Eisenhut versteckte sich hinter dem Wintertaler, aber das Panorama war einfach ein Traum. An dieser Stelle und nach knapp zwei Stunden hatten wir mit 1.867 m Seehöhe den höchsten Punkt unserer Tour erreicht. Es folgte eine kurze Abfahrt, wirklich sehr kurz, also es zahlte sich nicht aus abzufellen, deshalb ging es auf den Fellen bergab, was auf jeden Fall für das Gleichgewicht und die Oberschenkel eine Herausforderung war 😉

Nach circa zweieinhalb Stunden und fünf Kilometern hatten wir das Gipfelkreuz des Hirnkopfs erreicht. Es war also wirklich eine sehr gemütliche Tour. In Blickweite wartete auch schon eine Hütte auf uns, bei der wir uns auf eine verdiente Pause mit Pommes und alkoholfreiem Weizenbier niederließen.

Die Abfahrt danach war sehr kurzweilig, aber mit traumhaften Bedingungen. Dieser Winter meint es wirklich gut mit den Wintersportlern. Mich persönlich freut es für die kleinen Skigebiete wie die Flattnitz sehr, dass bei solchen Bedingungen der Betrieb lohnenswert ist.

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Herzlich Willkommen am Hirnkopf 

Meine Suunto stoppte ich nach nicht ganz drei Stunden wieder am Parkplatz beim Sessellift.
Mein Fazit daraus: Eine gemütliche und nahezu ungefährliche Tour mit Aufstieg durch einen wunderschönen Wald und Pistenabfahrt (bitte trotzdem immer vor der Tour den Lawinenbericht prüfen). Aufgrund der Kürze auch nachmittags möglich bzw. wenn man am Nachmittag noch was vor hat (so wie wir an diesem Tag 🙂 ).

Hirnkopf map

Ich hoffe, dass ich noch die eine oder andere Tour in diesem Winter vorstellen kann, zur Zeit sieht es mit dem Schnee ja noch ganz gut aus 🙂 Wie seht dir das so?

 

Keep on running

and be fearless

Eure Trailbirdie

 

Photocredits: Andrea Kall, Trailbirdie