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Lange langsam laufen

Ich höre oft von Bekannten, die für Marathons oder andere lange Distanzen trainieren, dass sie sich immer auf die langen Läufe freuen. Auch ich muss sagen, dass mir die Trainingsläufe für die Ausdauer am liebsten sind.

Man bleibt schön in der Komfortzone, braucht sich nicht übermäßig anstrengen und kann nebenbei auch noch die schöne Landschaft genießen durch die man läuft. Man braucht einfach nur ein bisschen Zeit. Von Nicht-Läufern werde ich oft gefragt, ob das nicht langweilig ist. Oder was mir da so durch den Kopf geht, wenn ich zwei, drei oder vier Stunden in der Gegend herumrenne.

Ehrlich, es ist nicht langweilig! Die Gedanken schweifen umher und ich habe schon das ein oder andere Problemchen auf solch einem langen Lauf gelöst. Manchmal denke ich einfach gar nichts, sondern genieße einfach nur, dass ich gerade die Möglichkeit habe das zu tun was mir Freude macht.

Gerade im Training für eine längere Distanz sind die langen Läufe einfach wichtig. Das Herz-Kreislauf-System wird auf die lange Zeit im Rennen vorbereitet, die Energiespeicher werden schön langsam verbraucht, die Ausdauer wird trainiert. Als zusätzliches Plus wird der Körperfettanteil im Körper geringer, Stress abgebaut, das Wohlbefinden gesteigert und das Immunsystem positiv beeinflusst.

Aber was genau versteht man jetzt unter Ausdauer? Wissenschaftlich erklärt ist die Ausdauer die Summe von Ermüdungswiderstandsfähigkeit (der körperliche Faktor) + Ermüdungstoleranz (mentaler Faktor) + Rasche Wiederherstellungsfähigkeit (also die Regeneration). Das heißt ich trainiere wie lange ich eine körperliche Belastung aufrechthalten kann, ich trainiere wie lange ich psychisch noch in der Lage bin die Belastung aufrecht zu halten, obwohl ich körperlich eigentlich fertig wäre und in der Folge bin ich auch schneller wieder fit nach der Belastung.

Auch für Hobbyläufer ist es in dem Fall von Vorteil einen Leistungstest bei einem Sportmediziner zu machen und seine Herz-Frequenz-Bereiche austesten zu lassen. Neben einer gesundheitlichen Untersuchung ist es interessant zu wissen in welchem HF-Bereich man laufen muss um die Ausdauer zu trainieren. Da die HF-Bereiche bei jedem Menschen individuell sind empfehle ich wirklich das von einem Spezialisten testen und auswerten zu lassen.

Neben all den wissenschaftlichen Gründen steht für mich trotzdem die Freude an der Bewegung im Vordergrund – und das sind für mich einfach diese langen Läufe quer durch die Gegend. Ich habe meistens auch keinen konkreten Plan wie die Route sein wird, sondern lasse mich dann von meinem Gefühl leiten.

Sowie letzte Woche, da hab ich mal wieder eine neue Runde ausprobiert 🙂

Longrun

Wie schaut das bei euch aus? Liebt ihr auch die langen Läufe, oder seid ihr eher bei den Intervallen und Tempotrainings daheim?

Keep on running

and be fearless

Eure Trailbirdie

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6 Kommentare zu „Lange langsam laufen

  1. LIebe Astrid, auch mein Frauchen hat die langen Läufe viel lieber. Zu kurzen Fahrtspielen oder schnelleren Läufen m uss ich sie fast zwingen, die gehören aber leider auch zum Training. Aber schön lange, am besten durch Berge oder Wald mit Aussichten, das macht ihr Spaß 🙂 Gruß Iwan P.S. Wann ist denn eigentlich Dein Marathon in Kärnten?

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    1. Lieber Iwan! Das hab ich mir fast gedacht, daß Frauchen da gleich denkt wie ich 🙂
      danke der Nachfrage der ist am Sonntag, also übermorgen! Ich werde aber höchstwahrscheinlich ummelden auf den Trail. Leider haben die Veranstalter die Marathonstrecke geändert, jetzt ist es keine Runde um den Ossiacher See, sondern hin und retour auf Radweg und Straße mit 3 kleinen Runden in einem Gebiet um auf die KM zu kommen 😦 Der Trail geht mit 31 km und 640 Höhenmeter (also schön kamot!) durchs Gelände auf einer Runde auch durch Weingärten. Ich glaube das ist mir sympathischer, werde es morgen bei Startnummerabholung spontan entscheiden 😉 LG

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  2. Hallo liebe Astrid,

    ein guter Beitrag, vielen Dank. Ich muss zu mir sagen, das ich erst seit einiger kurzer Zeit laufe und mit dem ganzen Thema laufen, Laufschuhe und Training noch nicht ganz Fit bin:-)
    anfangs habe ich auch Gas gegeben und wollte alles schnell schnell machen. Ergebnis Wardas mir die Knie weh taten und ich vollkommen fertig war. Mittlerweile habe ich mir bessere Laufschuhe gekaut und gehe alles etwas langsamer an. Mit dem Kopf durch die Wand bringt ja auch nichts.

    Viele Grüße und alles Gute.

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    1. Liebe Melanie, danke für deinen Kommentar 🙂 Ja stimmt, gerade wenn man zu Laufen anfängt kennt man sein Tempo noch nicht und meistens geht man es zu schnell an und verliert dann wieder die Freude. Ich finde es super, dass du dran bleibst und dein Tempo anpasst! Es kommt dann eh mit der Zeit, man wird automatisch schneller und vor allem ausdauernder. Ich wünsche dir noch viel Spaß auf deinen weiteren Laufwegen und alles Gut! LG Astrid

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  3. Ich laufe auch sehr gerne lange Läufe, finde aber auch die Intervalltrainings sehr angenehm.

    Insbesondere kann ich auf langen Läufen sehr gut nachdenken. Ich vergleiche das gerne mit Gummibändern, das sind die verschiedenen Gedanken, die in alle Richtungen an einem Ziehen. Nach einer Weile laufen flattern sie alle, mehr oder minder parallel ausgerichtet, hinter einem her – oder fallen ab. Das klärt mich total. Schnelle Einheiten lenken eher ab, lange lösen den Knoten.

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    1. Liebe Talianna! Dein Vergleich mit den Gummibändern gefällt mir sehr gut 🙂 Ich denke auch, dass die Abwechslung ein gutes Training ausmacht, aber jeder hat halt so seine Prioritäten, wäre auch fad, wenn man alles gleich gut mögen würde 😉 Alles Gute noch weiterhin auf deinen Läufen! LG

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